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Ökumenisches Heiligenlexikon

Martin von Braga

auch: von Dumium

Gedenktag katholisch: 20. März
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Mondoñedo-Ferrol und im spanischen Galicien

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)

Klostergründer und Abt in Dumium, Erzbischof von Braga
* um 515 in Pannonien, heute Ungarn/Kroatien (?)
† 579 (?) in Braga in Portugal


Martin unternahm eine Pilgerreise ins Heilige Land und wurde dort Mönch. Nachdem er dort eine solide theologische Ausbildung erhalten und Kenntnisse im Griechischen erworben hatte, kam er um 550 als Glaubensbote nach Galicien. In Dumium - dem heutigen Dume - bei Braga gründete er ein Kloster, dem er als Abt vorstand; um 556 wurde er der erste Bischof der Stadt. 572 leitete er die 2. SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Braga und war inzwischen Erzbischof dieser Stadt, die Sitz der suebischen Könige war. Nun bekehrte er die Sueben, die Anhänger des Arianismus waren, zum rechten katholischen Glauben.

Überliefert ist Martins Schrift Formulae vitae honestae, Richtschnur des ehrsamen Lebens an den Suebenkönig Miro; sie fußt offenbar auf Schriften von Seneca. Seine Pastoralinstruktion De correctione rusticorum, Von der Korrektur der Einheimischen, bekämpft Reste von Heidentum bei den neubekehrten Sueben und gibt heute wichtige Erkenntnisse über damaligen Aberglauben. Er war Autor dreier asketischer Schriften, die auf Johannes Cassianus' Werken beruhen. Auch Augustinus' und Cäsarius von Arles' Schriften hatten Einfluss. Die Capitula Martini, die Kapitel Martins, gibt 84 Konzilstexte ostkirchlicher, afrikanischer und spanischer SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. wieder zur Stärkung der Disziplin in seiner Diözese; diese Sammlung hatte lange große Bedeutung in der spanischen Kirche. Die Epistola de trina mersione, Brief über das dreimalige Eintauchen, gibt eine Taufliturgie und ist eine wichtige Quelle für die Dogmengeschichte der Taufe. De pascha, Über Ostern, befasst sich mit der Datierung des Osterfestes und des Jahresbeginns.

Martin wurde in der Martha-Kapelle der Basilika in Braga bestattet, seine Grabinschrift hat er selbst verfasst.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Schriften von Martinus gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997