Gedenktag katholisch: 28. Juli
bedacht im AmbrosianischenDie Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v.a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Hochgebet I
Auffindung der Gebeine: 10. Mai
in Narbonne: Übertragung der Gebeine: 7. Mai
Gedenktag orthodox: 14. Oktober
Gedenktag armenisch: 7. Oktober
Name bedeutet: ?
Russische Ikone: Die Märtyrer von Mailand:
Gervasius, Nazarius, Protasius und
Celsus (von links), vorn Jesus
Christus 
Nazarius war nach der Überlieferung Glaubensbote, der mit seinem Schüler Celsus, den er getauft hat, in Italien, Gallien und Trier als Glaubensbote wirkte. Während der Diokletianischen Verfolgung wurde er gefangen genommen; im Kerker soll er die beiden Märtyrer Gervasius und Protasius ermutigt haben. Verfolgt und ins Meer geworfen, entstiegen Nazarius und Celsus unversehrt. Auf Bitten seiner Eltern sei er dann nach Mailand geflohen, aber auch dort wurden er und Celsus gefangen genommen und enthauptet.
Bischof Ambrosius habe - so berichtet die von Paulinus von Mailand als Augenzeuge verfasste Lebensbeschreibung des Ambrosius - die Leichname nach 395 vor den Stadtmauern von Mailand gefunden, den - außer dem fehlenden Kopf - unversehrten Körper des Nazarius in die Apostel-Basilika vor der Porta Romana in Mailand überführt, die daraufhin seinen Namen bekam und bis heute S. Nazaro Maggiore heißt; über dem Grab von Celsus habe Ambrosius eine Basilika erbauen lassen.
In dieser Zeit ließ er den Leib des heiligen Nazarius, der in einem Garten außerhalb der Stadt bestattet war, heben und in die Apostel-Basilika, die nahe der Porta Romana liegt, überführen. Wir haben aber in dem Grab, in dem der Märtyrer lag, so frisches Blut gesehen, als wäre es am selben Tage vergossen. Auch sein Haupt, das die Ruchlosen abgeschlagen hatten, war so heil und unversehrt an Haupthaar und Bart, daß er, als er gehoben wurde, im Grabe gewaschen und gekämmt zu sein schien. Und was ist wunderbar daran, da doch der Herr zuvor im Evangelium verheißen hat,`nicht ein Haar von seinem Haupte werde verloren gehen(Lukasevangelium 21, 18)? Wir spürten auch solchen Wohlgeruch, dass er die Süße aller Düfte übertraf. Nachdem der Leib des Märtyrers geborgen und auf eine Bahre gelegt war, brachen wir sofort auf, um bei dem heiligen Märtyrer Celsus, der in demselben Garten bestattet ist, mit dem heiligen Priester zu beten. Es ist uns bekannt, dass er niemals zuvor an dieser Stätte gebetet hat. Dies ist aber das Zeichen, dass der Leib des Märtyrers offenbart war, wenn der heilige Priester sich zum Gebet an eine Stätte begab, wo er niemals vorher gewesen war.
Im 5. Jahrhundert wurde die legendarische Leidensgeschichte von Nazarius und Celsus verfasst, sie wurde weit verbreitet und in verschiedenen Fassungen weiterentwickelt. Die Verehrung verbreitete sich rasch in Italien, Gallien, Spanien, Nordafrika und im byzantinischen Reich. Auch Reliquien wurden weit verbreitet, Ambrosius selbst schenkte solche Paulinus von Nola. 756 habe Bischof Chrodegang von Metz die Reliquien einiger Märtyrer aus Rom geholt, darunter die von Nazarius, die er 765 - nachdem ihm Klostergründerin Williswinda und ihr Sohn Cancor das Kloster geschenkt hatten - nach Lorsch bei Worms brachte.
Der Tag der Verehrung von Nazarius und Celsus wird in verschiedenen Martyrologien unterschiedlich angegeben, der 28. Juli ist wohl der Tag der Überführung der Gebeine.
Attribute:
mit Celsus, als Soldat
Patron
der Kinder
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