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Perugino (Pietro Vannucci): Maria mit (von links) >Gervasius,
Petrus, Paulus
und Protasius, 1514, in der
Kathedrale
in Città della Pieve ![]()
Gervasius und Protasius werden als die ersten Märtyrer Mailands verehrt, über ihr Leben und Sterben ist nichts bekannt.
Nach der Legende waren Gervasius und Protasius die Zwillingssöhne des Vitalis und der Valeria, wurden unter Nero in Rom gefangen genommen und nach Mailand gebracht. Hier wollte sie demnach Graf Astasius zwingen, seine Götter um einen Sieg anzurufen und ihnen zu opfern. Als sie sich weigerten und ihn auf Christus als ihren größeren Herrn hinwiesen, ließ der Graf Gervasius mit Bleigeißeln zu Tode peitschen und Protasius enthaupten. Nach der Legende wurden sie von einem Anhänger bestattet, der ihre Geschichte in ihr Grab legte.
Ein Traum ließ Bischof Ambrosius die Überreste finden und 386 unter dem Altar der von ihm gegründeten Kirche beisetzen, die nach den beiden Märtyrern benannt wurde; bei der Übertragung der Gebeine soll ein blinder Mann sein Augenlicht zurück erhalten haben. Nach Ambrosius' Tod wurde er an der Seite der beiden Märtyrer begraben. In der späteren Basilika S. Ambrogio wurden 1864 tatsächlich Überreste festgestellt, die heute in der Krypta aufbewahrt werden.
Reliquien wurden 1162 durch Rainald von Dassel, den Kanzler von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, nach Breisach am Rhein übertragen und werden dort heute noch gezeigt; diese Überlieferung gilt inzwischen als legendär.
Attribute:
Geißel, Keule
Patron
von Mailand
und Breisach;
der Kinder und Heuarbeiter; gegen Diebstahl, Harn- und Blutfluss; für eine gute Heuernte;
2. Patrone des Bistums Lugano im ambrosianischen Ritus
Bauernregel:
Wenn's regnet auf Gervasius / es vierzig Tage regnen muss.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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