Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.


 


Ökumenisches Heiligenlexikon

Eduard der Bekenner

englischer Name: Edward Confessor


Edward, Buchmalerei aus dem Missale von Litlyngton, geschrieben 1383 in der Westminster Abbey in London
Edward, Buchmalerei aus dem Missale des Nikolaus von Litlyngton, geschrieben 1383 in der Westminster Abbey in London

Eduard war der älteste Sohn von König Æthelred II. und dessen zweiter Frau Emma, die eine Schwester des Herzogs Richard II. von der Normandie war. Nach dem Tod seines Vaters 1016 flohen Eduard und sein Bruder vor den Dänen, die England besetzt hatten, zunächst nach Flandern und dann in die Normandie. Als seine Mutter 1017 durch ihre Heirat mit Dänenkönig Knut dem Großen ihre Machtstellung zurückgewann, blieb er im Exil. Ein Versuch, mit Unterstützung der Normannen 1036 den englischen Thron zurückzuerlangen, endete bei Southampton mit einer Niederlage. 1041 konnte er nach der Verdrängung der Dänen aber zurückkehren und 1042 den Königsthron besteigen; er war der letzte in der Reihe der westsächsischen Könige. Er war ein schwacher, von normannischen Günstlingen beeinflusster Regent, ohne große eigene Besitztümer, auch abhängig von den lokalen Fürsten, das Kommando über die Land- und Seestreitkräfte überließ er dem Adel.

Eduard förderte kirchliche Einrichtungen, berief Bischöfe aus Lothringen und der Normandie und stärkte damit die Bindung der englischen Kirche an den Kontinent. Er ließ die Benediktinerabtei St. Peter in Westminster - die heutige Westminster Abbey in London - neu als Steinhaus bauen und beschenkte sie reich.

Edwards Grab in der Westminster Abbey in London
Edwards Grab in der Westminster Abbey in London

Eduard lebte sehr bescheiden, um Arme unterstützen zu können; mit seiner 1045 geheirateten Frau Editha, der Tochter des Fürsten von Wessex, habe er keusch gelebt; das Ehepaar blieb kinderlos, die Nachfolge wurde erst mit der Unterwerfung Englands durch Wilhelm den Eroberer entschieden. Eduards tiefe Religiosität und seine vorbildliche Wohltätigkeit hatte großen Einfluss auf die Verbreitung des Christentums in England. Die Legende erzählt, wie er einen Gichtkranken heilte.

Eduard wurde bald schon als Heiliger und Wundertäter verehrt; die Verehrung wurde v. a. durch Ælred von Rievaulx gefördert und diente auch der Legitimierung des englischen Königtums. Sein Grab in der Westminster Abbey in London wurde zum Nationalheiligtum.

Kanonisation: Edward wurde am 7. Februar 1161 durch Papst Alexander II. heiliggesprochen.
Attribute: einen Kranken tragend
Patron von England, der englischen Könige, gegen Skrofeln (angeschwollene Lymphknoten am Hals)

Catholic Encyclopedia

Acta Sanctorum

  Schriften von Eduard gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.





DVD Heiligenlexikon als DVD oder USB-Stick als USB-Stick


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Eduard „der Bekenner”

Wikipedia: Artikel über Eduard „der Bekenner”

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Teresa von Avila
Jolenta
Paul vom Kreuz


        Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.08.2016

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• http://www.lib.cam.ac.uk/Newsletters/nl08/
• http://www.battle1066.com/confess.shtml
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.