Ökumenisches Heiligenlexikon

Franziskus Antonius Fasani

italienischer Name: Francesco Antonio

Gedenktag katholisch: 29. November
gebotener Gedenktag im im Orden der Franziskaner-Observanten und im Kapuzinerorden: 27. November

Name bedeutet: F: der Franke (latein.)
A: der vorne Stehende (latein.: aus dem Geschlecht der Antonier)

Priester, Ordensoberer
* 6. Augsut 1681 in Lucera in Italien
29. November 1742 daselbst


Francesco Antonio Fasani
Francesco Antonio Fasani

Francesco Antonio war Philosophie-Professor, dann schloss er sich dem Franziskanerorden an. Er kümmerte sich besonders hingebungsvoll um Arme und Kranke und trat für strenge Zucht der Ordensmänner ein. Als Ordensoberer für Apulien wurde er schon zu Lebzeiten il Santo dei poveri, der Heilige der Armen, genannt.

Francesco Antonios Grab in der Franziskanerkirche von Lucera ist bis heute Wallfahrtsort.

Kanonisation: Francesco Antonio wurde am 15. April 1951 durch Papst Pius XII. selig- und am 13. April 1986 durch Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

Worte des Heiligen

Der Wille Gottes ist die Norm unseres Handelns:
Der Wille Gottes, der in sich selbst unendlich recht und gerecht ist, ist die erste Norm, die es bei jeder Handlung zu erfüllen gilt, so dass nur unter dieser Norm alle Handlungen, die einer gerechten Norm unterworfen sind, geregelt werden sollen. Alle Geschöpfe also, die mit einem Willen begabt sind, sei es Menschen wie Engel, sind durch das göttliche Gesetz gehalten, sich nach dem Willen Gottes zu richten. … Und wenn Gott mit seinem rechten Urteil erlaubt hat, dass ein Übel eintritt, so hat er dies nur deswegen zugelassen, weil aus diesem Übel ein größeres Gut hervorgeht, wie der hl. Augustinus sagt: Gott ist allmächtig und gut in solchem Ausmaß, dass er das Übel nicht zulässt, außer wenn daraus ein größeres Gut entspringt. So hat er aus der Verfolgung der Tyrannen die Kraft der Martyrer erstarken lassen, aus dem Übelwollen der Juden den Tod Christi, seine Auferweckung und unsere Erlösung.

Die EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. ist ein Geschenk der göttlichen Liebe:
Das transsubstanzielle [soprasostanziale] Brot, Mensch, ist das Sakrament der Eucharistie, in der unter der Gestalt des Brotes wirklich der Leib unseres Herrn Jesus Christus gegenwärtig ist, dies kraft des Sakraments, durch das zugleich auch das Blut, die Seele und die Gottheit des Eingeborenen Sohnes Gottes gegenwärtig sind. Unter des Gestalt des Weines ist, kraft des Sakramentes gegenwärtig das Blut, aber gleichzeitig ist real gegenwärtig auch Leib und Seele, d. h. dasselbe Mensch gewordene Wort des Vaters. Aus diesem Grund wird es in Wirklichkeit transsubstanzielles Brot genannt: insofern es himmlisches Brot, göttliches Brot, Gottesbrot genannt wird. Er wollte sich aufgrund der unermesslichen Liebe, mit der er uns geliebt hat, sich selbst darbringen: mit der Menschwerdung zur Unterstützung unserer Menschheit; mit seinem Leiden als Preis für unsere Erlösung; und mit diesem außerordentlichen Sakrament zu unserer Nahrung.

Maria ist Vorbild der Liebe:
Sieh, o Seele, die bewundernswerte Liebe Marias: Sie vergegenwärtigte sich, obwohl selbst frei von der Knechtschaft der Schuld und im Genuss der seligen [Gottes-] Schau, dennoch das Elend des menschlichen Geschlechts, seine Versklavung unter die tyrannische Herrschaft Luzifers; daher bat sie Gott um ein Heilmittel. Sie ist ein Vorbild für uns, dass auch wir unseres Nächsten lieben. Und falls wir Wohlstand genießen können und wir reich und glücklich sind, sollen wir der Geplagten, der Betrübten und Armen gedenken und, soweit wir können, ihnen zu Hilfe kommen oder uns für sie bei denen einsetzen, die ihnen helfen können. …
O Seele, wie sehr lebt man in der Welt in Irrtum und wie wenig ist unter den Menschen eine wahre Liebe, dann wenn einer seinen Nächsten wegen der Blutsverwandtschaft liebt oder aus Neigung oder wegen seines Nutzens,; und wenige sind es, die den Nächsten und die Geschöpfe wegen Gott oder in Bezug auf Gott lieben. O Seele, begreifen wir doch, dass die Geschöpfe Verherrlichung des Schöpfers sind und nicht der Schöpfer durch seine Geschöpfe [verherrlicht wird]. Darum gelte folgende Ordnung: Gott soll um seinetwegen selbst geliebt werden und alle Geschöpfe sollen nur aus Liebe und zur Verherrlichung Gottes geliebt werden! … Betrachte, o Seele, wie Maria Gott Gottes wegen liebte, und wie sie alles andere wegen Gott liebte: Sie liebte den Nächsten und sehnsüchtig wollte sie, dass alle Seelen mit tiefer Liebe ihren geliebten Gott lieben.

Quelle: Atti del Convegno Nazionale, Lucera 15 - 16 dicembre 2006, a cura di Eugenio Galignano: San Francesco Antonio Fasani apostolo francescano e cultore dell' Immacolata. Città del Vaticano 2007; eigene Übersetzung

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung

Martyrologium Romanum Flori-Legium





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.05.2020

Quellen:
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 2. Christiana, Stein am Rhein 1992

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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