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Ökumenisches Heiligenlexikon

Kaspar del Bufalo

italienischer Name: Gaspare

Gedenktag katholisch: 28. Dezember
Messe an einigen Orten: 3. Januar
Hochfest bei den Missionaren vom kostbaren Blut, Fest bei den Anbeterinnen des kostbaren Blutes: 21. Oktober

Name bedeutet: der Schatzmeister (persisch)

Priester, Ordensgründer
* 6. Januar 1786 in Rom
† 28. Dezember 1837 daselbst


Statue im 'Sanguinisten'-Kloster in Albano
Statue im Sanguinisten-Kloster in Albano

Gaspares Vater war Koch bei einer Fürstenfamilie, die Mutter erzog den kränklichen Jungen, der schon als Kind viel Zeit in Kirchen zubrachte. Er wollte dann Missionar werden, empfing die niederen Weihen und begann, in Kirchen und auf Plätzen in Rom zu predigen; die kleinen Leute waren von seiner einfachen und klaren Sprache begeistert.

1808 empfing Gaspare die Priesterweihe, kurz darauf besetzte Napoleon die Stadt Rom und forderte von ihren Priestern einen Treueeid, den Gaspare verweigerte, wofür er vier Jahre lang in Bologna, Imola und auf Korsika im Gefängnis war. Nach der Befreiung von Napoleon wollte Kaspar nun endlich als Missionar seinem Vorbild Franz Xaver nacheifern, er wurde jedoch mit der Volksmission in Italien betraut.

Am Tag der Himmelfahrt Maria 1815 gründete Gaspare del Bufalo im alten Kloster San Felice nahe Giano in Umbrien zusammen mit drei Gefährten den Orden der Missionare vom kostbaren Blut, nach dem Stifter auch Bufalini oder nach dem italienischen Wort für Blut auch Sanguinisten genannt. Die Ordensmitglieder übernahmen Aufgaben in Volksmission, Seelsorge und Unterricht, sie hielten Exerzitien ab und befruchteten die Erneuerung kirchlicher Praxis in Italien wesentlich. 1837 gründete Gaspare zusammen mit Maria de Mattias auch die Schwestern von der Anbetung des Kostbaren Blutes. Der Männerorden wurde 1841, der weibliche Zweig 1855 bestätigt.

Gaspares Freund und Beichtvater Vinzenz Pallotti stand ihm in der Sterbestunde bei, bestattet wurde er in Albano bei Rom. An seinem Grab ereigneten sich zahlreiche Wunder.

Kanonisation: Die Seligsprechung erfolgte 1905, die Heiligsprechung am 12. Juni 1954.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Der heilige Gaspare del Bufalo war ein wahrhaftiger und ganz großer Apostel der Verehrung des allerheiligsten Blutes Jesu für diese Welt.
Papst Johannes XXIII.
Liegefigur in der Kirche S. Maria in Trivio in Rom
Liegefigur in der Kirche S. Maria in Trivio in Rom




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 10.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001