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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maleachi

Gedenktag katholisch: 18. Dezember
14. Januar

Gedenktag orthodox: 3. Januar

Gedenktag armenisch: 3. Januar
liturgische Feier am 3. Dienstag nach dem Verklärungssonntag

Gedenktag koptisch: 3. Januar, 23. August

Gedenktag äthiopisch-orthodox: 3. Januar, 23. August

Gedenktag syrisch-orthodox: 3. Januar, 5. Januar

Name bedeutet: Mein Bote (hebr.)

Prophet
† um 465 v. Chr. (?) in Jerusalem in Israel


Maleachi war der letzte in der Reihe der alttestamentlichenWir verwenden den Begriff Altes Testament, wissend um seine Problematik, weil er gebräuchlich ist. Die hebräische Bibel, der „Tanach” - Akronym für „Torah” (Gesetz, die fünf Bücher Mose), „Nevi'im” (Propheten) und „Kethuvim” (Schriften) - hat aber natürlich ihre unwiderrufbare Bedeutung und Würde. Propheten. Über den Verfasser ist nichts bekannt, auch ein Name bezeichnet nur seine Funktion. Einen Hinweis auf die Datierung bietet das Wort Statthalter in Maleachi 1, 8, im Original der persische Begriff pehâ, denn vor dem babylonischen Exil hatte Juda einen König. Auf das 5. Jahrhundert v. Chr. weisen die genannten religiösen und sozialen Konflikte, z. B. die Mischehenproblematik ( Maleachi 2, 10 – 16).

Nachdem sich die großen Erwartungen an den Wiederaufbau nach dem babylonischen Exil offenbar nicht erfüllt hatten, tröstete Maleachi das Volk mit dem Hinweis auf das sicher kommende Endgericht und forderte die Ehrerbietung gegenüber Gott, der seine Liebe zu Israel seit jeher erwiesen hat.

Worte von Maleachi

Im letzten Diskussionswort kündigt der Prophet das Endgericht an als Tag der göttlichen Gerechtigkeit:
Was ihr über mich sagt, ist kühn, spricht der Herr. / Doch ihr fragt: Was sagen wir denn über dich?
Ihr sagt: Es hat keinen Sinn, Gott zu dienen. Was haben wir davon, wenn wir auf seine Anordnungen achten und vor dem Herrn der Heere in Trauergewändern umhergehen?
Darum preisen wir die Überheblichen glücklich, denn die Frevler haben Erfolg; sie stellen Gott auf die Probe und kommen doch straflos davon.
Darüber redeten die miteinander, die den Herrn fürchten. Der Herr horchte auf und hörte hin und man schrieb vor ihm ein Buch, das alle in Erinnerung hält, die den Herrn fürchten und seinen Namen achten.
Sie werden an dem Tag, den ich herbeiführe - spricht der Herr der Heere -, mein besonderes Eigentum sein. Ich werde gut zu ihnen sein, / wie ein Mann gut ist zu seinem Sohn, der ihm dient.
Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen wischen dem Gerechten und dem, der Unrecht tut, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
Denn seht, der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen: Da werden alle Überheblichen und Frevler zu Spreu und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, spricht der Herr der Heere. Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen bleiben.
Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und ihre Flügel bringen Heilung. Ihr werdet hinausgehen und Freudensprünge machen, wie Kälber, die aus dem Stall kommen.
An dem Tag, den ich herbeiführe, werdet ihr die Ruchlosen unter euren Fußsohlen zertreten, sodass sie zu Asche werden, spricht der Herr der Heere.
Denkt an das Gesetz meines Knechtes Mose; am Horeb habe ich ihm Satzung und Recht übergeben, die für ganz Israel gelten.
Bevor aber der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag, seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.
Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern, damit ich nicht kommen und das Land dem Untergang weihen muss.

Quelle: Maleachi 3, 13 - 24

Zitate von Maleachi in den Evangelien:

In Lukasevangelium 1, 17 verheißt der Engel dem Priester Zacharias die Geburt seines Sohnes, Johannes des Täufers, mit Anspielung auf den Epilog des Buches Maleachi (vgl. Markusevangelium 9, 11 - 13):
Er [Johannes] wird mit dem Geist und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen, um das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gerechtigkeit zu führen und so das Volk für den Herrn bereit zu machen.

Folgende Stellen der Evangelien beziehen sich auf V. 20 des obigen Maleachi-Textes. In Jesus Christus ist die Sonne der Gerechtigkeit aufgegangen:
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe. Lukasevangelium 1, 78 - aus dem Lobpreis des Zacharias
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben. - sagt Christus von sich in Johannsevangelium 8, 12

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Acta Sanctorum

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.08.2021

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Georg Fohrer: Einleitung in das Alte Testament. Quelle & Meyer, Heidelberg 1969
• http://ocafs.oca.org/FeastSaintsViewer.asp?FSID=100013

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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