Ökumenisches Heiligenlexikon

Marcellinus von Embrun

französischer Name: Marcellin

1 Gedenktag katholisch: 20. April
Übertragung der Gebeine: 5. Mai

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)

erster Bischof von Embrun
* in Africa proconsularis, heute Tunesien und der Norden von Libyen
um 374 in Embrun in Frankreich


Marcellinus kam der Überlieferung zufolge zusammen mit Domninus von Digne und Vincentius von Digne 313 aus Afrika nach Rom, um an der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. teilzunehmen, die auf Befehl von Kaiser Konstantin den Streit mit den Donatisten beilegen sollte. Der römische Bischof Miltiades sandte die drei dann nach Gallien, 314 landeten sie in Nizza und nahmen teil an der Synode in Arles - Kathedrale war damals die Basilika Saint-Étienne an der Stelle der heutigen Kathedrale Saint-Trophime -, die den Donatismus erneut verurteilte. Von dort gingen sie nach Vercelli, wo Eusebius sie zu Bischöfen weihte, und weiter nach Norden in die Alpen, wo sie als Glaubensboten wirkten.

heutige Kathedrale in Embrun, erbaut ab 1170
heutige Kathedrale in Embrun, erbaut ab 1170

Marcellinus errichtete demnach 363 in Embrun ein Oratorium an der Stelle der heutigen Kathedrale, der Legende zufolge über dem Grab von Nazarius und Celsus, und wirkte dort als Bischof. Später ließ er dort auch ein Baptisterium errichten. Erzählt wird, dass er einem durch zu schwere Last beinahe erlegenen Tier dieselbe abnahm, um sie selbst eine Sück weit zu tragen, dass er den letzten Heiden der Stadt bekehrte, indem er einen zerbrochenen Kelch durch die Anrufung des Namens Jesu wieder herstellte, und dass er trockenen Fußes mit der Schar seiner Gläubigen über den hoch angeschwollenen Fluss Durance ging.

Von Marcellinus' Oratorium berichtete Gregor von Tours, dass die dortige Quelle zu Ostern und Weihnachten wundersamer Weise so anschwoll, dass das Taufbecken überfloss. Die ihm geweihte Kirche in Embrun wurde von den Hugenotten zerstört. Im 10. Jahrhundert übertrug Erzbischof Liberalis von Embrun Marcellinus' Gebeine zum Schutz vor den eingefallenen Sarazenen in die damalige Abtei nach Chanteuges. Die Kopfreliquie wird heute in der Kathedrale in Embrun verehrt.

Die Kathedrale Saint-Trophime in Arles ist täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. (2024)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.05.2024

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Marcellin_d%27Embrun - abgerufen am 21.05.2024

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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