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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria Raggi

Gedenktag katholisch: 7. Januar

Name bedeutet: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)

Tertiarin
* in 1552 Schio bei Vicenza in Italien
† 7. Januar 1600 in Rom


Gian Lorenzo Bernini: Gedenktafel, 1647 - 1653, in der Kirche Santa Maria sopra Minerva in Rom
Gian Lorenzo Bernini: Gedenktafel, 1647 - 1653, in der Kirche Santa Maria sopra Minerva in Rom

Maria, Tochter des angesehenen Lucian Raggi aus Genua und der Bianca aus Schio, heiratete im Alter von zwölf Jahren den vornehmen Genuesen Giovanni Maria Mazza; mit ihm hatte vier Söhne, von denen zwei die Kindheit überlebten und dann in Rom in den Dominikanerorden eintraten. Wenig später wurde das Ehepaar von den eindringenden Türken gefangen genommen; sie konnten aber fliehen und kamen nach Messina auf Sizilien, wo sie drei Jahre wohnten. Bei einer Schiffsreise nach Neapel wurde ihr Mann 1570 wieder von den Muslimen gefangen genommen und diesmal getötet; im Alter von 18 Jahren war Maria nun Witwe, wurde 1571 Tertiarin der Dominikaner an und lebte dann im Palazzo der Familie Marini in Rom.

Maria wurde dann mit einer Fülle von Gnadengaben beschenkt: einen Priester, der während der Messe schweren Anfechtungen ausgesetzt war, befreite sie davon durch ihr Gebet. Ein schwermütiger junger Mann wurde geheilt, indem sie ihm eine in frühester Jugend begangene, aber noch nie gebeichtete Sünde offenbarte und ihn zur Ablegung der Beichte motivierte. Im Januar 1578, nachdem sie die Nacht im Gebet zugebracht hatte, litt sie plötzlich heftigste Kopfschmerzen; eine innere Stimme sagte ihr, diese Schmerzen seien dieselben, welche Jesus durch seine Dornenkrone empfunden habe; ihr Beichtvater stellte von diesem Tag an Wunden in der obern Kopfhaut fest, an denen sich gelegentlich Blutspuren zeigten. Auch eine Frau, die sie pflegte, bemerkte die Stigmata. Fortan hielt Maria ihren Kopf bedeckt, um diesen Gnadenerweis zu verbergen. An Pfingsten 1683 erfolgten während der Messe weitere Stigmatisierungen am Kopf, an den Händen und Füßen und an der Seite; vor Schmerzen sank sie ohnmächtig nieder und musste nach Hause getragen werden. Ihr Beichtvater bemerkte zentimetergroße blutfarbige Narben an Händen und Füßen, die öfter hell glänzten. Auch verschiedene Krankenheilungen und Vorhersagungen von Ereignissen wurden berichtet.

An ihrem Todestag bereitete sie sich gerade auf den Empfang der EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. vor, als ihr zwei Engel erschienen, die ihren nahen Tod ansagten; nach ihrer Beichte sah sie ihren Schutzengel kommen, der ihr ein glänzend weißes Kleid anlegte, bald darauf erblickte sie die Himmelskönigin, welche sie mit ihrem göttlichen Sohn vermählte, der sie segnete; die Heiligen, die Zeugen dieses Geschehens waren, begleiteten sie dann zum Altar, wo sie die Kommunion empfing; unter dreifacher Anrufung des Namens Jesu starb sie.

Nach ihrer mit allen Ehren vollzogenen Bestattung floss aus dem Leichnam Marias angenehmer Geruch. Kardinal Karl Borromäus rief beim Anblick der Toten erstaunt aus: Wahrhaftig, diese Nonne war eine Heilige.

Kanonisation: Nach ihrem Tod bestanden große Chancen auf Marias Heiligsprechung, die aber von Papst Urban VIII. aufgrund seiner Skepsis gegen Berichte über Stigmatisierungen verhindert wurde.

Die Kirche Santa Maria sopra Minerva in Rom ist täglich von 6.40 Uhr bis 19 Uhr, sonntags erst ab 8 Uhr, samstags und sonntags mit Pause von 12.30 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 15.05.2017

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://en.wikipedia.org/wiki/Memorial_to_Maria_Raggi

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.