Ökumenisches Heiligenlexikon

Speus

italienischer Name: Spes

1 Gedenktag katholisch: 28. März

Name bedeutet: der Hoffende (latein.)

Abt in Piedivalle
28. März 510 in Piedivalle, Ortsteil von Preci im Val Castoriana bei Nursia


Zu Beginn des 5. Jahrhunderts kam eine Gruppe syrischer Mönche - darunter Isaak von Syrien - in die Gegend von Spoleto. Diese Mönche bezogen Höhlen, die sie in die Kalksteinwände des Val Castoriana gegraben hatten. Der klösterliche Lebensstil weckte bald Bewunderung und Interesse bei den Einheimischen, die die Demut und die Spiritualität dieser Lebensweise erkannten, so auch bei Speus. Er gründete 471 ein Kloster Namens Cample - das heutige Kloster Sant'Eutizio - nahe Piedivalle, dem er als Abt vorstand. Er war dann 40 Jahre lang blind, bewies aber in der Führung seiner Mönche stets Weitsicht und war ein inspirierender Prediger. Fünfzehn Tage vor seinem Tod erlangte er sein Augenlicht zurück und hatte eine Vision, in der er seinen bevorstehenden Tod sah und Gott von Angesicht zu Angesicht begegnete.

Als Speus starb, sahen seine Mönche eine Taube aus seinem Mund kommen, die vor ihren Augen durch das sich öffnende Dach des Oratorium hinausflog und in den Himmel aufstieg. Sein Kloster übernahmen später Eutychius und Florentius.

Von Speus erzählte Papst Gregor „der Große”. Das Kloster Sant'Eutizio wurde durch das Erdbeben von 1997 beschädigt und danach restauriert, aber durch die Erdbeben von 2016 wurden bedeutende Teile zerstört.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.01.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://it.wikipedia.org/wiki/Abbazia_di_Sant'Eutizio - abgerufen am 04.01.2026
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/scampi - abgerufen am 04.01.2026
• https://www.heiligen-3s.nl/heiligen/03/28/03-28-0517-spes.php - abgerufen am 04.01.2026
• https://www.keytoumbria.com/Norcia/SS_Eutychius_Spes_and_Florentius.html - abgerufen am 04.01.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.