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Ökumenisches Heiligenlexikon

Stifter des Servitenordens


In Florenz kamen sieben gleichgesinnte vornehme Bürger der Stadt - Bonfilius Monaldi, Bonajunkta (Johannes) Manetti, Manettus (Benedikt) dell'Antella, Amideus (Bartholomäus) Amidei, Hugo (Ricovero) Lippi-Ugoccioni, Sosteneus (Gerardino) di Sostegno und Alexis Falconieri in der sehr aktiven marianischen Bruderschaft mit dem Namen Diener Mariens zusammen. 1233 vereinigten sie sich zu gemeinsamem Leben zunächst in einem armen Haus am Stadtrand von Florenz. Sie stellten ihre Kraft ganz in den Dienst der Armen und Kranken, gaben ihren Beruf auf und verzichteten auf ihre Güter, nachdem sie ihre Familien versorgt und den Rest ihres Besitzes Kirchen und Armen geschenkt hatten.

Agostino Masucci: Maria erscheint den sieben Gründern des Servitenordens, 1727, in der Kirche San Marcello al Corso in Rom
Agostino Masucci: Maria erscheint den sieben Gründern des Servitenordens, 1727, in der Kirche San Marcello al Corso in Rom

Es war die Zeit des Kampfes zwischen Kaiser Friedrich II. und dem Vatikan, zugleich die Zeit der aufblühenden Stadtstaaten und der Bürgerkriege und Parteikämpfe in Italien. 23 Jahre zuvor hatte Franziskus von Assisi die ersten Gefährten um sich versammelt, 18 Jahre zuvor Dominikus seinen Prediger- und Bettelorden gegründet.

Um 1245/47 wies ihnen der Bischof von Florenz den Monte Senario außerhalb der Stadt als neuen Wohnsitz zu. 1249 ließ der Bischof den Geist und die Lebensform der Sieben von dem Dominikaner Petrus von Verona überprüfen. Bald schon kamen weitere Männer hinzu; sie lebten nun nach der Regel der Augustiner und gaben sich eine Ordenstracht: der Servitenorden war geboren. Er wurde 1304 durch Papst Benedikt XI. endgültig anerkannt, was aber nur Alexis Falconieri noch erlebte. In seinem Bestätigungsschreiben formulierte er: Ihr pflegt eine besondere Hingabe an die glorreiche und selige Jungfrau Maria; von ihr nahmt ihr euren Namen, indem ihr euch demütig ihre Diener nanntet.

Reliquienschrein in der „Sieben-Väter-Kapelle” auf dem Monte Senario
Reliquienschrein in der Sieben-Väter-Kapelle auf dem Monte Senario

So wie die Sieben als treue Bruderschaft im Leben vereint waren, wurden sie auch nach ihrem Tod gemeinsam vom Volk verehrt. Ihre Gebeine ruhen in einem Schrein auf dem Monte Senario. Der Orden ist heute in Europa, in Südafrika, Australien und ganz Amerika verbreitet.

Kanonisation: 1725 wurde die Verehrung auch der anderen Ordensgründer durch Papst Benedikts XIII. anerkannt, nachdem jene für Alexis Falconieri schon 1717 genehmigt worden war; am 15. Januar 1888 sprach Papst Leo XIII. die sieben als ob sie eine Person wären heilig.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 08.07.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Provinzialat der Tiroler Servitenprovinz (Hg.): Serviten. Die Heiligen und Seligen des Ordens. Selbstverlag der Serviten, Innsbruck 2011

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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