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Ökumenisches Heiligenlexikon

Tarsitius

auch: Tarcisius, Tharsicius

Gedenktag katholisch: 15. August
gebotener Gedenktag bei den Eucharistinern: 16. August

Gedenktag orthodox: 15. August

Gedenktag armenisch: 15. August

Name bedeutet: der Mutige (griech.)

Akolyth/Diakon, Märtyrer
† 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts (?) in Rom


Glasfenster in der Kierch in Elléng in Luxemburg
Glasfenster in der Kirche in Ellange in Luxemburg

Tarsitius, der Überlieferung nach ein 15-jähriger Knabe, der früh seine Eltern verlor und von seinem Onkel erzogen wurde, war Akolyth oder Diakon. Er wurde der Legende zufolge erschlagen, als er unterwegs war, um Kranken - nach anderer Überlieferung einer Schar von im Mamertine-Gefängnis eingesperrter Christen - die Gaben der EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. zu bringen, weil er sich weigerte, den Römern diese Gaben auszuhändigen.

Spätere Legenden bringen ihn mit Papst Stephanus I. in Verbindung. Der habe während der Messe in der Katakombe von Lucina - Teil der heutigen Callistus-Katakomben - gefragt, wer sich traue, den gefangenen Christen die EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. zu bringen, worauf sich Tarsitius meldete. Unterwegs lauerten ihm Spielkameraden auf, die von einem heidnischen Sklaven seines Onkels auf ihn angesetzt worden waren, forderten ihn zum Spielen auf und wollten nach seiner Weigerung wissen, was er in seinen Händen verberge; auch hierüber verweigerte er die Auskunft, worauf die Gleichaltrigen über ihn herfielen und ihn prügelten, bis ihn ein Stein tödlich am Kopf traf. Ein Christ fand den Leichnam mit den unversehrten heiligen Gaben und bestattete ihn im Grab von Papst Zephyrinus in den Callistus-Katakomben.

Papst Damasus I. rühmte Tarsitius: er sei, als er die heilige EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. zu Gläubigen trug, von heidnischem Pöbel überfallen und erschlagen worden und verglich ihn mit Stephanus.

Im Stephansdom in Wien gibt es eine kleine Tarsitiusglocke.

Patron der Arbeiter, Akolythen und Ministranten

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Tarzisius Eichenlaub, E-Mail vom Juni 2005