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Ökumenisches Heiligenlexikon

Ursus

Gedenktag katholisch: 30. September
Hochfest im Bistum Basel
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Chur, Lausanne-Genf-Fribourg, St. Gallen, Sitten

Name bedeutet: der Bär (latein.)

Märtyrer
† um 303 in Solothurn in der Schweiz


Ursus war der Überlieferung nach wie Mauritius Angehöriger der Thebäischen Legion. Mit seinem Gefährten Victor und 66 weiteren christlichen Soldaten entkam er demnach dem Massaker von Agaunum - dem heutigen St-Maurice im Wallis - und ging nach Salodurum - dem heutigen Solothurn, wo beide das Martyrium erlitten.

Die Legende berichtet, wie der römische Statthalter Hirtacus die beiden festnehmen ließ. Vor die Wahl gestellt, den römischen Göttern zu opfern oder den Tod zu erleiden, blieben sie standhaft und wurden ins ins Gefängnis geworfen. Am nächsten Tag sollten sie auf einem grossen Scheiterhaufen verbrannt werden, doch es zog ein Gewitter auf, der Wolkenbruch löschte das Feuer. Nun ließ Hirtacus die Soldaten auf die Aarebrücke stellen und enthaupten, ihre Köpfe und Leiber stürzten ins Wasser. Aber nun nahmen die Leiber ihre Köpfe unter den Arm und schwammen bis zu einer kleinen Bucht, an der sich die Christen heimlich zu versammeln pflegten. Dort stiegen sie an Land und legten sich auf die Erde. In der Nacht wurden sie dann von Christen begraben.

Albrecht von Nürnberg: St. Ursenbrunnen, heute Bannerträger- oder Fischbrunnen genannt, 1545, auf dem Marktplatz unweit der Kathedrale in Solothurn
Albrecht von Nürnberg: St. Ursenbrunnen, heute Bannerträger- oder Fischbrunnen genannt, 1545, auf dem Marktplatz unweit der Kathedrale in Solothurn

Die Verehrung von Ursus und Victor ist durch die um 445 von Eucherius von Lyon verfasste Leidensgeschichte der Thebäischen Legion bezeugt; Eucherius äußerte sich aber zurückhaltend hinsichtlich ihrer Zugehörigkeit zur Thebäischen Legion. Im 7. und 9./10. Jahrhundert wurden Leidensgeschichten verfasst; letztere schrien Ursus nun die dominierende Rolle zu; sie wurde stark von der Passio von Felix und Regula beeinflusst. In Solothurn entstand im 8. Jahrhundert eine Klosterniederlassung mit seinem Namen. 1473 wurden seine angeblichen Reliquien gefunden, sie ruhen noch heute in der Kathedrale in Solothurn. An der angeblichen Stelle des Martyriums in Solothurn wurde die Peterskapelle erbaut.

Patron von Solothurn; des Bistums Basel

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.stauffer-solothurn.ch/www_castrum_so/ursviktor/urs_viktor_internet.pdf
• http://www.wga.hu/html/h/holbein/hans_y/1525/04solot.html
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001
• http://www.solothurn-city.ch/topic9426/story31452.html