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Ökumenisches Heiligenlexikon

Viktor von Xanten

auch: Victor

Gedenktag katholisch: 10. Oktober
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Essen und Münster
Übertragung der Gebeine: 29. Oktober, 30. Oktober

Name bedeutet: der Sieger (latein.)

Märtyrer
† um 302 in Xanten in Nordrhein-Westfalen (?)


Als Führer einer zur Thebäischen Legion des Mauritius gehörenden Kohorte war Viktor der Überlieferung nach von der Dezimierung in Agaunum - dem heutigen St-Maurice - nicht erfasst worden, fiel der Verfolgung unter Kaiser Maximian aber dann zusammen mit weiteren Gefährten in Xantenzum Opfer. Nach anderen Überlieferungen war er ein Gefährte des Gereon von Köln.

Viktor wurde erstmals von Gregor von Tours genannt im Zusammenhang mit der Auffindung von Gebeinen eines Mallosus im Ort Birten - heute ein Vorort von Xanten. Ausgrabungen unter der Victor-Kirche in Xanten fanden 1933/34 ein unberührtes Doppelgrab mit zwei erschlagenen Menschen aus der Zeit der Jahre 346 bis 398 und dann 1966 das aufwändig gestaltete Grab eines Enthaupteten aus der Zeit von 372 bis 400; über beiden Gräbern gab es Kapellen.

Der archäologische Befund zeigt die bis in die Zeit des Frankenreiches hinein übliche Bestattung von Menschen ad sanctos, bei den Heiligen, woraus sich als ze santen auch der Ortsname Xanten herleitet, der also auf eine weithin bekannte und verehrte Grabstätte hinweist. Die Überlieferung von Viktor als Angehörigem der Thebäischen Legion ist vermischt mit der des Victor von Agaunum und des Victor von Solothurn.

Viktorschrein in Xanten
Viktorschrein in Xanten

Patron von Xanten




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.11.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001