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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

26. Dezember

1. † Gedenktag des heiligen Diakons und Erstmärtyrers Stephanus von Jerusalem, Στεφανος Siegeskranz, sein Dienst, seine Verhaftung, seine Verteidigungsrede vor dem Hohen Rat und seine Steinigung, sowie die Beteiligung des Saulus-Paulus daran, sind in Apg 6 - 7 anschaulich beschrieben. Am 3. August 415 wurden in Jerusalem seine Reliquien aufgefunden durch den Priester Lucian. An der Stelle, nördlich des Damaskustores, errichtete Kaiserin Eudoxia II. um 445 eine Basilika. Am 7. Mai 560 wurden Teile der Reliquien, die inzwischen nach Konstantinopel gelangt waren, von dort nach Rom in die Laurentiusbasilika auf dem Agro Verano überführt, also in die Grabeskirche des berühmten Märtyrer-Diakons Roms (10. August 258/1). San Stefano Rotondo ist die zweite der alten ihm geweihten Kirchen Roms, geweiht von Papst Simplicius (10. März 483/4) um 475. Sie gehört heute dem 1552 vom Papst Julius III. und dem heiligen Ignatius von Loyola (31. Juli 1556/1) gegründeten Collegium Germanicum et Hungaricum. Zur Zeit ist Kardinal Wetter von München Titularinhaber. Eine dritte, die kleine romanische Stephanuskirche gleich oberhalb von Sankt Peter, wurde um 800 von Papst Leo III. (12. Juni 816/3) erbaut und dient seit Papst Sixtus IV. († 1484) den unierten Äthiopiern. Ebenfalls aus dem 9. Jahrhundert stammt eine weitere, die Stephanuskirche in der Nähe des Pantheon. 1857 wurden an der Via Latina die Reste einer weiteren, dreischiffigen, Stephanusbasilika gefunden, die die Jungfrau Demetrias dem Papst Leo dem Großen (10. November 461/1) gestiftet hat. Das Fragment der Stiftungsurkunde ist noch erhalten:

CVM MVNDV LI nqu ENS DEM etrias ANNIA virgo
CLA ud ERET E xt REMUM NON MORI tura diem
Hae C TIBI PAP a LEO VOTORUM EXTREMA suorum
Tradi DIT Ut sacr AE SVRGERET A vla domus
M a ND a TI COMPLET a FIDES SED GLOR ia maior
In TERIVS VOTVM SOLVERE QVAM PROPAl am
IN did ERAT C vlmen stephan VS QVI PRIMVS IN O rbe
RAPTVS MORT e tr VCI REGN at IN ARCE poli
P r AESVLIS H anc iuss U TIGRINVS P resbyter aulam
EX c OLIT INS ig NIS MENTE LABO re vigens
Als die Jungfrau Demetrias Annia
von der Welt Abschied nahm, die unsterbliche, und ihren letzten Tag abschloss,
da hinterließ sie dir, Papst Leo, als letzten ihrer Wünsche,
dass die Halle des heiligen Hauses erstehe.
Der Auftrag ist treu ausgeführt; aber der Ruhm
ein Gelübde innerlich zu erfüllen übertrifft weit das Äußerliche.
Den First hatte Stephanus aufgesetzt, der einst als erster aus der Welt
vom unerbittlichen Tod dahingerafft, in des Himmels Burg herrscht.
Auf des Bischofs Anweisung schmückte diese Halle der Presbyter Tigrinus aus,
hervorragend im Geist, tüchtig in der Tat.

In Spanien (La Morera bei Zafra) wurde im 6. Jahrhundert dem heiligen Stephan zu Ehren ein Altar konsekriert, der fünfzehn Reliquien enthielt:

SVNT IN HOC ALTARIO/SACRI ESTEPHA RELIQVIAE/NVM XV/STEPHANI / LVCRETIAE/SATVRNINI/SEBASTIANI/FRVCTVOSI/AVGVRII/EVLALIAE // BAVDILI/PAVLI CONF/NAZARII/EVLOGII/TIRSI/VERISSIMI/MAXIMAE / ET IVLIAE -
Außer dem heiligen Stephanus werden folgende Heiligen genannt: Lucretia (23. November um 4. Jahrhundert/7), Saturninus (29. November 259/1), Sebastian (20. Januar 288/2), Fructuosus und Augurius (21. Januar 259/3), Eulalia (10. Dezember 304/1), Baudilius (20. Mai/4), Paulus Confessor (?), Nazarius (28. Juli/5), Eulogius (21. Januar 259/3), Tirsus (14. Dezember, um 250/3), Verissimus, Maxima und Julia (1. Oktober, 3.- 4. Jahrhundert/3).

2. † am Samstag, dem 26. Dezember 268, entschlief in Rom, der heilige Papst Dionysios, und wurde im Koimeterion des Callistos, an der Via Appia, beigesetzt, der, nach der unter Kaiser Valerian ausgebrochenen Verfolgung, die Brüder durch Briefe und persönlichen Zuspruch tröstete, auch die Gefangenen Folteropfer für Geld freikaufte, der die Unwissenden die Kernsätze des Glaubens lehrte, überhaupt hervorragte durch jegliche Tugend.
Siehe auch 29. Juni, 1/25

3. † an einem 26. Dezember nach 400, entschlief in Maiuma in Palästina, nahe Gaza, der heilige Bischof Zeno von Maimas, der zur Ehre seiner Verwandten Eusebius, Nestabius und Zenon, die unter Kaiser Julian dem Abtrünnigen 361 dort Märtyrer geworden waren, eine Basilika erbaute und der bis an sein Ende das Handwerk des Webers ausübte, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und den Armen helfen zu können.

4. † am Donnerstag, dem 26. Dezember 418, entschlief in Rom, der heilige Papst Zosimus, der an der Via Tiburtina an San Lorenzo beigesetzt wurde. Er war griechischer Abkunft. Seine Amtsführung brachte ihm keine Sympathien ein, weil er die Amtsgewalt des Papstes durchsetzte, gegen die Erzbischöfe von Arles, Marseille und Narbonne in Gallien und noch strenger gegen die Bischöfe in Nordafrika.
Siehe auch 29. Juni, 1/39

5. † am Montag, dem 26. Dezember 824, wurde in Sardes, heute das elende Dorf Sart unweit Smyrna, Izmir, der heilige Euthymius, Bischof von Sardes, zum Märtyrer, wegen seines Festhaltens an der Ikonenverehrung; der Kaiser Michael, der Bilderstürmer, schickte ihn ins Exil, während der Herrschaft des Kaisers Theophilos wurde er mit Peitschen aus Ochsensehnen zu Tode geprügelt und hat so sein Martyrium vollendet.

6. † am Freitag, dem 26. Dezember 1890, entschlief in Madrid, die heilige Jungfrau Vincentia Maria Lopez y Vicuña, Ordensgründerin der Congregación Religiosas de Maria Immaculada, Ordensfrauen von der Unbefleckten Empfängnis Mariens, zur Unterstützung von Mädchen, die von ihren Familien getrennt als Dienstmädchen im Haushalt arbeiteten.

7. † am Donnerstag, dem 26. Dezember 1940, wurden auf dem Dorffriedhof von Song-Khon in Thailand, für Christus erschossen, die seligen Jungfrauen und Märtyrinnen
• Agnes Phila und
• Lucia Khamban aus dem Orden der Schwestern von der Kreuzesliebe,
außerdem mit ihnen die seligen Märtyrinnen
• Agatha Phutta,
• Caecilia Butsi,
• Bibiana Hampai und
• Maria Phon, die ihren christlichen Glauben nicht verleugnen wollten.

8. † am Freitag, dem 26. Dezember 1941, wurde im Ort Dragali, Cervice, in Montenegro, der selige Priester Secundo Pollo, zum Märtyrer, der, als Priester des Bistus Vercelli, sich als Militärseelsorger, seit Beginn des 2. Weltkriegs eingesetzt hat und, während er einem sterbenden Soldaten half, selber schwer verwundet wurde und wenig später verblutet ist, der so seinen Geist seinem Schöpfer zurückgab.


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 22.11.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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