Harduin von Fontenelle
auch; Arduin
französischer Name: Hardouin
Gedenktag katholisch: 20. April
Name bedeutet: der starke Freund (althochdt.)
Harduin wurde Mönch im Kloster Fontenelle unter Abt Wandregisil. Er wurde zum Priester geweiht und zog dann in eine Höhle nahe des Klosters, wo er ein frommes Einsiedlerleben führte. Er widmete sich dem Abschreiben von Büchern und unterrichtete die Mitbrüder in der neu gegründeten Klosterschule in Mathematik und Handschrift. Während des Pontifikats des 772 bis 795 regierenden Papstes Hadrian I. pilgerte er nach Rom und verbrachte dann den Rest seines Lebens im Kloster.
Harduin wurde in der damaligen Kirche Saint-Paul im Kloster Fontenelle begraben.
Das Kloster Fontenelle, das dann nach seinem Gründer und ersten Abt Wandregisil Saint-Wandrille genannt wurde, wurde 862 von den Wikinger zerstört, die Mönche flohen. Ab 960 wurde die Abtei wieder aufgebaut. 1562 wurde sie von Hugenotten geschändet und 1566 teilweise zerstört, dann verkauft, aber bald schon von Mönchen aus dem damaligen Kloster Jumièges wieder belebt. In der Französischen Revolution wurde die Abtei 1790 aufgelöst, die Mönche wurden vertrieben, die Gebäude verkauft. 1893 sorgte der Erbischof von Rouen für den Erwerb des Geländes und der verbliebenen Gebäude, die 1894 wieder von Benediktinern bezogen wurden. 1969 wurde eine historische Zehntscheune auf das Klostergelände verlegt und zur neuen Abteikirche als Ersatz für die in Ruinen liegende historische Kirche.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 23.08.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche
Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Saint-Wandrille_de_Fontenelle - abgerufen am 23.08.2026
• https://www.katolsk.no/biografier/historisk/ardfonte - abgerufen am 23.08.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.