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Raffael: Portrait von Fra Angelico, 1508 - 1511, Detail aus Disputa del Sacramento in den
Stanza della Segnatura im Vatikan ![]()
Guido di Pietro trat mit 20 Jahren in den Dominikanerorden
im Kloster San Domenico in Fiesole
bei Florenz ein und nahm den Ordensnamen Giovanni an. Angelico
wurde sein
schon früh bezeugter Ehrentitel, oft lange vor der Seligsprechung zu Beato
Angelico
ergänzt. Er lebte das dominikanische Ideal: abgesehen von Aufenthalten
im Filialkonvent von San Marco in Florenz
in den Jahren 1441 - 45 und in Rom
im Zeitraum von 1445 bis 1450, wo er für Papst Eugen IV. und Papst Nikolaus V.
im Vatikan arbeitete, lebte er im Kloster
in Fiesole, das er 1450 - 52 auch als Prior leitete.
Fra Angelico wurde der bedeutendste Maler des 15. Jahrhunderts. Seine künstlerischen Anfänge liegen in der Buchmalerei, stilistisch wurde er inspiriert von Gentile da Fabriano und Lorenzo Ghiberti. Die Demut der Dominikaner und zugleich heitere Weltoffenheit werden in seinen Werken durchstrahlt vom reinen Licht tiefen Glaubens. Seine wohl wichtigsten Arbeiten sind die mehr als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz, deren asketische Formgebung für die Meditation der Mönche bestimmt ist, und die Ausmalung der Kapelle von Papst Nikolaus V., die seine reichen formalen Möglichkeiten entfaltet. Sein Stil erfuhr durch seine Werkstatt und selbständige Schüler, darunter Benozzo Gozzoli, große Verbreitung.
Fra Angelico: Auferstehung Christi und die Frauen am Grab, Fresko, 1440 - 41,
im Konvent von San Marco in Florenz ![]()
Kanonisation:
Fra Angelico wurde 1982 von Papst Johannes
Paul II. selig gesprochen.
Patron
der Maler und christlichen Künstler
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
Fra Angelico: Papst Sixtus
ordiniert Laurentius, Fresko, 1447
- 49, in der Cappella Niccolina der Palazzi Pontifici im Vatican ![]()
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