Angelikusvon Fiesole
Gedenktag katholisch: 18. Februar
nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden
Name bedeutet: G: nach Johannes dem Täufer
A: der Engelhafte (griech. - latein.)
Raffael: Portrait von Fra Angelico, 1508 - 1511, Detail aus Disputa del Sacramento in den Stanza della Segnatura
im Vatikan 
Guido di Pietro wurde zunächst als Kunstmaler ausgebildet. Als Laie trat er 1417 ins Dominikanerkloster
in Fiesole bei Florenz ein und nahm den
Ordensnamen Giovanni an, 1423 wurde er zum Priester geweiht. Angelico
wurde sein schon früh bezeugter Ehrentitel,
oft auch lange vor der Seligsprechung zu Beato Angelico
ergänzt. Er lebte das dominikanische Ideal: abgesehen
von Aufenthalten in Foligno und in den
Jahren zwischen 1408 und 1418 in Cortona
lebte er in den Jahren 1441 bis 1445 im Filialkonvent von San Marco in Florenz
und im Zeitraum von 1445 bis 1450 in Rom,
wo er für die Päpste Eugen IV. und Nikolaus V. im Vatikan arbeitete. Ansonsten
lebte er im Kloster in Fiesole, das er 1450 bis 1453 auch als Prior leitete.
Fra Angelico wurde der bedeutendste Maler des 15. Jahrhunderts. Seine künstlerischen Anfänge liegen in der Buchmalerei, stilistisch wurde er inspiriert von Gentile da Fabriano und Lorenzo Ghiberti. Die Demut der Dominikaner und zugleich heitere Weltoffenheit werden in seinen Werken durchstrahlt vom reinen Licht tiefen Glaubens. Sein erstes nachweisbares Werk ist das Triptychon über Petrus „den Märtyrer” von 1425 / 28 im Konvent San Marco in Florenz; dort vollbrachte er auch seine wohl bedeutendste Arbeit, die mehr als 40 Fresken in den Zellen der Mönche, deren asketische Formgebung für deren Meditation bestimmt ist. Die Ausmalung der Kapellen für Papst Nikolaus V. im Vatikan ab 1445 entfaltete seine reichen formalen Möglichkeiten. In den Werken von Fra Angelico gewann die Innigkeit der mittelalterlichen religiösen Malerei ihren Höhepunkt, gleichzeitig entwickelte er durch Raumaufteilung und Farbgebung die frühe florentinische Renaissance weiter. Sein Stil erfuhr durch seine Werkstatt und selbständige Schüler, darunter Benozzo Gozzoli, weite Verbreitung.
Fra Angelico: Auferstehung Christi und die Frauen am Grab, Fresko,
1440 - 41, im Konvent von San Marco in Florenz

Kanonisation:
Fra Angelico wurde 1982 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
Patron
der Maler und christlichen Künstler
Fra Angelico: Papst Sixtus ordiniert Laurentius,
Fresko, 1447 - 49, in der Cappella Niccolina der Palazzi Pontifici im Vatikan

|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||||