Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.




Menue

Ökumenisches Heiligenlexikon

Giovanni Angelikus von Fiesole

italienischer Ehrentitel: Fra Angelico
oder: Beato Angelico
Ordensname: Giovanni da Fiesole
Taufname: Guido di Pietro di Mugello

Gedenktag katholisch: 18. Februar
nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden

Name bedeutet: G: nach Johannes dem Täufer
A: der Engelhafte (griech. - latein.)

Ordensmann, Priester, Maler
* zwischen 1386 und 1400 in Vicchio di Mugello bei Florenz in Italien
† 18. Februar (?) 1455 in Rom

Kartenskizze

Guido di Pietro wurde zunächst als Kunstmaler ausgebildet. Als Laie trat er 1417 ins Dominikanerkloster in Fiesole bei Florenz ein und nahm den Ordensnamen Giovanni an, 1423 wurde er zum Priester geweiht. Angelico wurde sein schon früh bezeugter Ehrentitel, oft auch lange vor der Seligsprechung zu Beato Angelico ergänzt. Er lebte das dominikanische Ideal: abgesehen von Aufenthalten in Foligno und in den Jahren zwischen 1408 und 1418 in Cortona lebte er in den Jahren 1441 bis 1445 im Filialkonvent von San Marco in Florenz und im Zeitraum von 1445 bis 1450 in Rom, wo er für die Päpste Eugen IV. und Nikolaus V. im Vatikan arbeitete. Ansonsten lebte er im Kloster in Fiesole, das er 1450 bis 1453 auch als Prior leitete.

Fra Angelico wurde der bedeutendste Maler des 15. Jahrhunderts. Seine künstlerischen Anfänge liegen in der Buchmalerei, stilistisch wurde er inspiriert von Gentile da Fabriano und Lorenzo Ghiberti. Die Demut der Dominikaner und zugleich heitere Weltoffenheit werden in seinen Werken durchstrahlt vom reinen Licht tiefen Glaubens. Sein erstes nachweisbares Werk ist das Triptychon über Petrus „den Märtyrer” von 1425 / 28 im Konvent San Marco in Florenz; dort vollbrachte er auch seine wohl bedeutendste Arbeit, die mehr als 40 Fresken in den Zellen der Mönche, deren asketische Formgebung für deren Meditation bestimmt ist. Die Ausmalung der Kapellen für Papst Nikolaus V. im Vatikan ab 1445 entfaltete seine reichen formalen Möglichkeiten. In den Werken von Fra Angelico gewann die Innigkeit der mittelalterlichen religiösen Malerei ihren Höhepunkt, gleichzeitig entwickelte er durch Raumaufteilung und Farbgebung die frühe florentinische Renaissance weiter. Sein Stil erfuhr durch seine Werkstatt und selbständige Schüler, darunter Benozzo Gozzoli, weite Verbreitung.

Kanonisation: Fra Angelico wurde 1982 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
Patron der Maler und christlichen Künstler

Catholic Encyclopedia

Fra Angelico: Papst Sixtus ordiniert Laurentius, Fresko. 1447 - 49, in der Cappella Niccolina der Palazzi Pontifici im Vatikan

Fra Angelico: Papst Sixtus ordiniert Laurentius, Fresko, 1447 - 49, in der Cappella Niccolina der Palazzi Pontifici im Vatikan

Dieses Bild weiterverwenden?



Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993