Ökumenisches Heiligenlexikon

Giovanni von Fiesole (Fra Angelico)

Gedenktag katholisch: 18. Februar
     n.g. Gedenktag im Dominikanerorden
Name bedeutet: G: nach Johannes dem Täufer
A: der Engelhafte (griech. - latein.)
Mönch, Maler
* 1387 (?) in Vicchio di Mugello bei Florenz in Italien
† 18. Februar 1455 in Rom
Kartenskizze

Guido di Pietro trat mit 20 Jahren in den Dominikanerorden im Kloster San Domenico in Fiesole bei Florenz ein und nahm den Ordensnamen Giovanni an. Angelico wurde sein schon früh bezeugter Ehrentitel, oft lange vor der Seligsprechung zu Beato Angelico ergänzt. Er lebte das dominikanische Ideal: abgesehen von Aufenthalten im Filialkonvent von San Marco in Florenz in den Jahren 1441 - 45 und in Rom im Zeitraum von 1445 bis 1450, wo er für Papst Eugen IV. und Papst Nikolaus V. im Vatikan arbeitete, lebte er im Kloster in Fiesole, das er 1450 - 52 auch als Prior leitete.

Fra Angelico wurde der bedeutendste Maler des 15. Jahrhunderts. Seine künstlerischen Anfänge liegen in der Buchmalerei, stilistisch wurde er inspiriert von Gentile da Fabriano und Lorenzo Ghiberti. Die Demut der Dominikaner und zugleich heitere Weltoffenheit werden in seinen Werken durchstrahlt vom reinen Licht tiefen Glaubens. Seine wohl wichtigsten Arbeiten sind die mehr als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz, deren asketische Formgebung für die Meditation der Mönche bestimmt ist, und die Ausmalung der Kapelle von Papst Nikolaus V., die seine reichen formalen Möglichkeiten entfaltet. Sein Stil erfuhr durch seine Werkstatt und selbständige Schüler, darunter Benozzo Gozzoli, große Verbreitung.

Kanonisation: Fra Angelico wurde 1982 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
Patron der Maler und christlichen Künstler

Catholic Encyclopedia

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon

Fra Angelico: Papst Sixtus ordiniert Laurentius, Fresko. 1447 - 49, in der Cappella Niccolina der Palazzi Pontifici im Vatican

Fra Angelico: Papst Sixtus ordiniert Laurentius, Fresko, 1447 - 49, in der Cappella Niccolina der Palazzi Pontifici im Vatican   





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000



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