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Ökumenisches Heiligenlexikon

Alkison von Nikopolis

Gedenktag orthodox: 28. September

Name bedeutet: der Entscheidende (griech.)

Bischof von Nikopolis, Märtyrer
28. September 516 in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei


griechische Ikone
griechische Ikone

Alkison wurde 491 Bischof von Nikopolis - den heutigen Ruinen bei Preveza - in Epirus. Um 500 ließ er Verbesserungen an der dortigen, um 460 errichteten Basilika B - heute als auch nach ihm benannte Basilika in Ruinen liegend - anbringen. Im Streit um den Monophysitismus stand Alkison - wie die anderen Bischöfe in Epirus - auf Seiten des Papstes in Rom und gegen die Bischöfe und Patriarchen von Thessaloniki und Konstantinopel, die eine abgeschwächte Form der Ablehnung vertraten und das Henotikon unterstützen, das Kaiser Zeno 482 erlassen hatte, um einen Kompromiss zwischen den Monophysiten in Ägypten und Syrien und den Duophysiten, den Vertretern der Beschlüsse des Konzils von Chalkedon, in Kleinasien, Thrakien, Illyricum und Epirus herbeizuführen. Als Kaiser Anastasios I. die Regierung in Byzanz übernahm, ebnete er den Weg für eine umfassendere Unterstützung der Monophysiten im Osten.

Die etwa 40 Bischöfe in Illyricum hielten dagegen an den Beschlüssen des Konzils von Chalkedon fest; Alkinson war ihr Wortführer und stand in ständigem Austausch mit den die Gruppe unterstützenden Päpsten Symmachus und Hormisdas sowie in Gegenschaft zum Metropoliten von Thessaloniki. Als der byzantinische Feldherr Vitalianos 511 Makedonios, den Patriarchen von Konstantinopel, absetzte und Timotheos I., den Anhänger des Chalkedonese und Patriarchen von Antiochia - dem heutigen Antakya / Hatay -, zum Nachfolger ernannte, kam es im Oströmischen Reich zu Unruhen: 512 rief die orthodoxe Partei einen Gegenkaiser aus, 513 belagerte Vitalianos die Hauptstadt und forderte die Einberufung einer SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Herakleia in Thrakien - dem heutigen Marmara Ereğlisi - mit Teilnahme aller Bischöfe, einschließlich Hormisdas', des Bischofs von Rom, um eine kirchliche Vereinigung zu bewirken. Der unter Druck stehende Kaiser Anastasios stimmte zu, Vitalianos hob die Belagerung Konstantinopels auf.

In Vorbereitung der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. schloss Papst Hormisdas 515 mit den 40 Bischöfen in Illyricum ein Bündnis, nach dem diese die Gemeinschaft mit Metropolit Dorotheos von Thessaloniki aufgaben. Bischof Alkison reiste nach Konstantinopel, wo er eine Versöhnungserklärung mit den der römischen Gesandten unterzeichnete und dann als Vermittler zu den Mönchen tätig wurde, die in Palästina Anhänger der Beschlüsse des Konzils von Chalkedon waren. Als der Kaiser die Einberufng der Synode verzögerte, belagerte Vitalianos Konstantinopel erneut, wurde aber 515 endgültig besiegt und tauchte unter.

Reste der Terasse des fürstlichen Hauses des Stadtkommandanten, das dann um 450 zum Bischofspalast
wurde, neben dem um 550 die Basilika A - auch <q>Basilika des Dometios</q> - erbaut wurde
Reste der Terasse des fürstlichen Hauses des Stadtkommandanten, das dann um 450 zum Bischofspalast wurde, neben dem um 550 die Basilika A - auch „Basilika des Dometios” - erbaut wurde

Kaiser Anastasios I. berief im Frühjahr 516 schließlich doch eine Synode nach Herakleia ein, an der mehr als 200 hochrangige Geistliche teilnahmen. Es kam jedoch nicht zu großen theologischen Debatten, sondern der Kaiser nutzte die Gelegenheit, unter Mithilfe von Metropolit Dorotheos von Thessaloniki die sich ihm widersetzenden Bischöfe zu maßregeln. Bischof Alkison von Nikopolis sowie die Bischöfe von Lychnidos - dem heutigen Ohrid -, Sardica - dem heutigen Sofia -, Naissus - dem heutigen Niš - und Pautalia - dem heutigen Kjustendil - wurden nach Konstantinopel verschleppt und dort inhaftiert. Im Gefängnis starben dann die Bischöfe Gaianus von Naissus und Laurentius von Lychnidos sowie Alkison an den Folgen von Misshandlungen.

517 nannte Alkinsons Nachfolger als Bischof von Nikopolis in einem Brief an Papst Hormisdas seinen Vorgänger unseren heiligen Vater Alkison. Nachdem 518 Kaiser Justin und 527 sein Neffe Justinian als Kaiser an die Macht kamen, unterstützten sie wieder die Befürworter der Beschlüsse des Konzils von Chalkedon gegen den Monophysitismus, was auch den Weg für eine Wiederaussöhnung mit Rom ebnete.

Nach Alkinsons Heiligsprechung hielt Metropolit Chrysostomon von Preveza / Nikopolis 2013 erstmals seit Jahrhunderten wieder eine göttliche Liturgie in den Ruinen der Basilika von Alkison in Nikpolis ab.

Kanonisation: Erst 1988 hat das Ökumenische Patriarchat Bischof Alkison für sein Martyrium als Heiligen anerkannt.

Die Ruinen der Basilika B von Nikopolis sind eingezäunt und nur von der Straße aus einsehbar.
Die Ruinen der ehemaligen Bischofskirche liegen im archäologischen Gelände, das täglich außer dienstags von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet ist, der Eintritt beträgt 8 €.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.07.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2018/09/holy-hieromartyr-alkison-bishop-of.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.