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Ökumenisches Heiligenlexikon

Bernhardin Ochino

italienischer Name: Bernardino

Gedenktag evangelisch:

Name bedeutet: der Bärenstarke (althochdt.)

Ordensgeneral
* 1487 in Siena in Italien
† 1564 in Slavkov u Brna in Tschechien


„Calvins Aufitorium„ in Genf, ab 1556 Kirche der italienischen und englischen Flüchtlingsgemeinden
Calvins Aufitorium in Genf, ab 1556 Kirche der italienischen und englischen Flüchtlingsgemeinden

Bernhardin war zuerst Franziskaner, dann ab 1524 Mönch im neuen und strengeren Kapuzinerorden, dessen Ordensgeneral er 1538 wurde. Seine Predigten begeisterten die Menschen, sein untadeliger Lebenswandel brachte ihm den Ruf eines Heiligen ein. Nachdem er die Lehren von Martin Luther kennenlernte, bekannte er sich 1542 in Venedig öffentlich dazu. Deshalb wurde er vom Papst nach Rom vorgeladen, floh aber nach Genf, dann 1545 über Basel nach Augsburg und schließlich 1547 nach London, wo er als Prediger der italienischsprachigen evangelischen Gemeinde wirkte.

Nach dem Regierungsantritt der katholischen Königin Maria musste Bernardino aus London fliehen und kehrte 1553 nach Genf zurück, wo er am Tag nach der von Johannes Calvin veranlassten Hinrichtung des Freidenkers Michael Servet eintraf. Diese Intoleranz wollte er nicht teilen, deshalb ging er nach Zürich und wirkte ab 1555 als Pfarrer der italienischen Flüchtlinge. Hier verfasste er 1561 einen italienischen Katechismus und 1563 die Dialogi XXX, die 30 Zwiegespräche. Daraufhin wurde ihm vorgehalten, Befürworter der Polygamie und Antitrinitarier zu sein; deshalb wurde er nun auch hier verbannt. In Basel und in Mühlhausen - dem heutigen Mulhouse - fand er keine und in Nürnberg nur für kurze Zeit Aufnahme. Schließlich schloss er sich in Polen einer Gruppe von Gleichgesinnten an, wurde 1564 aber auch dort des Landes verwiesen und zog nach Mähren, wo er bei einem Landsmann seine letzten Tage verbrachte, bis er an der Pest starb.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.05.2018

Quellen:
• http://de.wikipedia.org/wiki/Bernardino_Ochino
• Erich Wenneker. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz † (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. VI, Herzberg 1993

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.