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Ökumenisches Heiligenlexikon

Franz Xaver Bianchi

italienischer Name: Francesco Saverio Maria Bianchi

Gedenktag katholisch: 31. Januar
gebotener Gedenktag bei den Barnabiten und den Englischen Schwestern des heiligen Paulus (Angeliken): 30. Januar

Name bedeutet: F: der Franke (latein.)
X: das neue Haus (nach dem Schloss Javier des
Franz Xaver)

Mönch, Mystiker, Glaubensbote in Neapel
* 2. Dezember 1743 in Arpino in Campanien in Italien
† 31. Januar 1815 in Neapel in Italien


Franz Xaver Bianchi studierte am Barnabitenkolleg in Arpino. Als er dem Orden beitreten wollte, sandte sein Vater ihn zum Studium nach Nola, dann nach Neapel, aber Franz setzte seinen Willen durch und trat 1762 dem Orden bei. Er wurde 1767 zum Priester geweiht und war dann als Lehrer und Professor in Arpino und Neapel tätig. 1773 wurde er Oberer des Kollegs des Ordens in Neapel, 1778 Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften. Als Apostel von Neapel kümmerte er sich um Arme und Kranke, hatte prophetische Gaben und die Gabe, Wunder zu wirken. 1777 lernte er Maria Franziska von den fünf Wunden Christi Gallo kennen, deren Berater und Beichtvater er wurde.

Beim Generalkapitel der Barnabiten in Bologna erhielt Franz 1785 die Erlaubnis, sich ganz einem beschaulichen Leben im Gebet zu widmen, auch weil er unter chronischer Krankheit litt. Der 1798 entthronte König Karl Emmanuel IV. von Savoyen, der 1802 zugunsten seines Bruders Vittorio Emmanuele abdankte und bei den Jesuiten eintrat, und seine Frau Clothilde, eine Schwester des französischen Königs Ludwig XVI., der 1792 ein Opfer der Französischen Revolution wurde, fanden bei Franz geistlichen Beistand und Hilfe.

Kanonisation: Franz Xaver Bianchi wurde am 22. Januar 1893 von Papst Leo XIII. selig- und am 21. Oktober 1951 von Papst Pius XII. heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.09.2015

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.