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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes II.

Taufname: Mercurius

Gedenktag katholisch: 12. Januar

Name bedeutet: nach dem römischen Gott des Handels Merkur (latein.)

Papst
* in Rom
† 8. Mai 535 daselbst


Mercurius war der Sohn eines Projectus und Priester an der Kirche San Clemente in Rom. Nach zehnwöchiger Vakatur wurde er zum Papst gewählt; als wohl erster Papst änderte er nach seinem Amtsantritt am 2. Januar 533 seinen Namen, weil er als Papst nicht den Namen eines römischen Gottes tragen wollte. Wie zu jener Zeit üblich, gab es auch im Vorfeld dieser Wahl Versuche der Simonie, die vor dem römischen Senat und dem Gericht der ostgotischen Herrscher, die dem Arianismus anhingen, verhandelt wurden. König Athalarich erließ 533 ein Dekret gegen den Ämterkauf und befahl, das auf Marmor gravierte Schriftstück im Atrium von St. Peter aufzustellen. Demnach konnte sich der römische KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. und das Volk bei einer umstrittenen Wahl an die ostgotischen Autoritäten in Ravenna wenden; diese Bestimmung, dass die Papstwahl der Zustimmung des ostgotischen Königs bedurfte, wurde später auf den oströmischen Kaiser übertragen.

Johannes pflegte gute Beziehungen zu Athalarich und zum byzantinischen Kaiser Justinian I., der ihm sein persönliches Glaubensbekenntnis und wertvolle Geschenke übersandte. Die von Papst Hormisdas im Theopaschistischen Streit akzeptierte Glaubensformel unus ex trinitate passus est, einer aus der Trinität hat gelitten, die als monophysitistisch angesehen wurde und der auch der Kaiser anhing, wurde durch Johannes nicht verworfen; deren Gegner, die Mönche des Akoimeten-Klosters in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - wurden von Johannes verurteilt, worüber er den Kaiser informierte. Nach den Untaten des Bischofs Contumeliosus von Riez verlangte Johannes von den gallischen Bischöfen, ihn in einem Kloster gefangen zu halten.

Die Frage von 217 Bischöfen des Konzils von Karthago, ob Bischöfe, die dem Arianismus verfallen waren aber nun Reue zeigten, ihr Amt behalten und wieder zur EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. zugelassen werden können, beantwortete Johannes nicht mehr, weil er zuvor starb.

Catholic Encyclopedia

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Die Kirche San Clemente in Rom ist täglich von 9 Uhr bis 12.30 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, dieselben Zeiten gelten für das Museum Unterkirche, der Eintritt hierfür beträgt 10 €. (2017)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.06.2017

Quellen:
• Horace Mann: Pope John II. The Catholic Encyclopedia. Vol. 8. New York: Robert Appleton Company, 1910

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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