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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria des Kleophas

auch: des Jakobus

Gedenktag katholisch: 24. April
gebotener Gedenktag bei den Eucharistischen Missionarinnen von Nazareth
9. April
Übertragung der Gebeine in Veroli: 25. Mai
Auffindung der Gebeine in Veroli: 27. Mai

Gedenktag evangelisch: 3. August (LCMS)

Gedenktag orthodox: dritter Sonntag der Osterzeit, 23. Mai, 19. Juni

Gedenktag armenisch: 9. April
liturgische Feier am 2. Dienstag nach dem Assumptionssonntag
als MyronDas Myron (von griech μύρον duftendes Öl) ist ein mit duftenden Gewürzen angereichertes Olivenöl, das in den orthodoxen, in orientalischen und in katholischen Ostkirchen als Salböl benutzt wird, vor allem bei Firmung und Altarweihe, teilweise auch bei der Kaiserkrönung.trägerin: 16. April, 16. Oktober

Name bedeutet: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)

Jüngerin Jesu
† im 1. Jahrhundert


Maria war die Frau (möglicherweise: die Tochter) eines Kleophas, der traditionell öfter mit dem Jünger Kleopas identifiziert wird. Sie wird im Johannesevangelium (19, 25) als Zeugin der Kreuzigung Jesu genannt, gehörte also zum engeren Kreis der Jüngerinnen Jesu; demnach war sie eine Schwester der Maria. Nach den anderen Evangelien war sie die Mutter des Jüngers Jakobus des Jüngeren (Markusevangelium 15, 40) - deshalb wird sie auch als Maria des Jakobus bezeichnet; sie war dabei, als die Frauen zum Grab gingen, um Jesus zu salben und wird dafür in der orthodoxen Tradition als MyronDas Myron (von griech μύρον duftendes Öl) ist ein mit duftenden Gewürzen angereichertes Olivenöl, das in den orthodoxen, in orientalischen und in katholischen Ostkirchen als Salböl benutzt wird, vor allem bei Firmung und Altarweihe, teilweise auch bei der Kaiserkrönung.-Trägerin verehrt; und sie war dann unter den ersten Zeuginnen seiner Auferstehung (Markusevangelium 16, 1).

Nach alter Überlieferung war Maria zusammen mit (Maria) Salome von Galiläa und Sara-la-Kâli vor einer Christenverfolgung auf einem Schiff aus Israel geflohen und im Jahr 46 an dem Ort in Südfrankreich gelandet, der heute nach ihnen Les Saintes-Maries-de-la-Mer genannt wird. An der Stelle der heutigen Kirche haben die drei demnach ein Haus errichtet, worauf dort eine Quelle entsprang, die bis heute inmitten der Kirche zu finden ist. Unterstützt von Sara widmeten sich die beiden Marien der Verbreitung des Evangeliums in Südfrankreich, bis Maria starb, wenige Monate vor Maria Salome; Sara folgte beiden etwas später.

Krypta in der Kirche in Saintes-Maries-de-la-Mer, der Überlieferung zufolge am Ort des Hauses der beiden Marien
Krypta in der Kirche in Saintes-Maries-de-la-Mer, der Überlieferung zufolge am Ort des Hauses der beiden Marien

An der Stelle ihres angeblichen Hauses stand schon im 5. Jahrhundert ein Maria geweihtes Oratorium, genannt Beata-Maria-de-Ratis, das Cäsarius von Arles erwähnte; er stellte es Mönchen zur Verfügung. Nach der Zerstörung durch die Sarazenen wurde der Ort dem Kloster Montmajour unterstellt, im 12. Jahrhundert wurde die Kirche als Wehrkirche Notre-Dame-de-la-Mer wieder aufgebaut. 1118/1119 residierte in der Zeit des Exils der Päpste Gelasius II. hier. 1315 wurde hier eine Marienbruderschaft gegründet, Jean de Venette schreib 1357 die Legende von den beiden Marien. 1448 wurden bei Bauarbeiten im Auftrag von König René dem Schönen in der Krypta Gebeine gefunden, die man als die der beiden Marien identifizierte. So bekam auch Les Saintes-Maries Anteil an dem Legendenkranz, aufgrund dessen Martha von Bethanien seit 1187 in Tarascon und Maria Magdalena seit 1279 in St-Maximin-la-Sainte-Baume verehrt werden.

Catholic Encyclopedia

Die Statuen von Maria und (Maria) Salome mit ihrem Schiff, das bei der Prozession in Saintes-Maries-de-la-Mer ans Meer getragen wird
Die Statuen von Maria und (Maria) Salome mit ihrem Schiff, das bei der Prozession in Saintes-Maries-de-la-Mer ans Meer getragen wird

Die Kirche in Saintes-Maries-de-la-Mer ist jeden Tag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr (im Sommer bis 19 Uhr) geöffnet. (2014)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.08.2016

Quellen:

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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