Ökumenisches Heiligenlexikon

Raphaela Maria vom heiligen Herzen Porras y Ayllón

spanischer Name: Rafaela María del Sagrado Corazón

Gedenktag katholisch: 6. Januar
Hochfest bei den Dienerinnen des heiligsten Herzens Jesu: 18. Mai
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Córdoba: 19. Mai

Name bedeutet: die mit Gottes Hilfe Heilende (hebr.)

Ordensgründerin
* 1. März 1850 in Pedro-Abad bei Córdoba in Spanien
6. Januar 1925 in Rom


Raphaelas Geburtshaus und die daneben ihr zu Ehren errichtete Kirche in Pedro-Abad
Raphaelas Geburtshaus und die daneben ihr zu Ehren errichtete Kirche in Pedro-Abad

Raphaela Porras y Ayllón, Tochter einer wohlhabenden Familie, verlor bereits im Alter von vier Jahren ihren Vater, mit 19 Jahren auch die Mutter. Zusammen mit ihrer einzigen Schwester Dolores und gegen den Willen der Brüder wandte sie sich daraufhin dem religiösen Leben zu und unterstützte Arme in ihrem Ort. 1874 zogen beide sich in ein Kloster der Klarissen zurück, um ihre Berufung zu finden. Noch im selben Jahr traten beide in Sevilla in das Institut der französischen Soeurs de Marie-Réparatrice, der Schwestern der Miterlöserin Maria, ein. Aus diesem ließ der Bischof von Córdoba einige Schwestern in seine Stadt kommen; der Bau des neuen Klosters wurde von Dolores und Raphaela finanziert, schnell fanden sich 21 spanische Novizinnen ein. Als die französischen Schwestern bald schon nach Sevilla zurückkehrten, wurde Raphaela vom Bischof von Córdoba zur Oberin der verbliebenen 16 Novizinnen ernannt.

Haus der „Esclavas del Sagrado Corazón” in Madrid
Haus der Esclavas del Sagrado Corazón in Madrid

Die Regeln nach dem Vorbild der Jesuiten, die Raphaela der Gemeinschft gegeben hatte, fand nicht die Zustimmung der Kurie, deshalb siedelte die Gemeinschaft nach Madrid über und Raphaela gründete dort 1877 das Institut der Esclavas del Sagrado Corazón de Jesús, der Mägde des heiligsten Herzen Jesu nach der Regel des Ignatius von Loyola. Mit ihren ewigen Gelübden 1878 nahm sie den Ordensnamen Raphaela Maria vom heiligen Herzen an. Vier Jahre später gab es bereits neun Ordenshäuser, darunter das Generalat bei der Kirche Sacro Cuore di Gesù a Via Piave in Rom. 1893 wurde Raphaela Maria als Generaloberin abgesetzt und lebte dann 32 Jahre in völliger Zurückgezogenheit am damaligen Generalat in Rom.

Raphaela Marias Ruhestätte ist heute unter dem Altar einer ihr geweihten Seitenkapelle in der Kirche Sacro Cuore di Gesù a Via Piave in Rom. Die Kongregation ist heute in Europa, Amerika, Asien und Afrika verbreitet und widmet sich vor allem armen Kindern und Jugendlichen, indem sie die Bildung zur Solidarität, zur Achtung der Menschenrechte, zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung fördert.

Kanonisation: Raphaela Maria vom heiligen Herzen wurde am 18. Mai 1952 durch Papst Pius XII. selig- und am 13. Januar 1977 durch Papst Paul VI. heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.01.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.acjitalia.org/cms/il-diario-web/listituzione-provincia/la-storia-le-origini
• https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/6-Januar-Die-heilige-Rafaela-Maria-Porras-y-Ayllon;art4874,204346

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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