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Ökumenisches Heiligenlexikon

Theodor von Kythira

Beiname: der Gerechte

Gedenktag orthodox: 12. Mai

Name bedeutet: Gottes Geschenk (griech.)

Diakon, Mönch
* um 880 in Koroni auf dem Peloponnes in Griechenland
922 in Pitsinades auf Kythira in Griechenland


Theodor, geboren nach langer Unfruchtbarkeit seiner Mutter, erhielt nach der Geburt seinen Namen aus Dankbarkeit. Schon in jungen Jahren Waise, wurde er beim Bischof von Koroni ausgebildet und zum Lektor geweiht, anschließend in Nafplio aufgezogen von einem Familienangehörigen, der Priester war. Dann heiratete Theodor, bekam zwei Kinder und wurde von Bischof Theodor von Argos zum Diakon ordiniert. Auf der Suche nach getrostem Leben verließ er seine Familie und ging nach Rom, wo er hoffte, in einem Kloster spirituelle Erfüllung zu finden; aber er empfand diese Stadt als eher weltlichen Ort und zog deshalb 920 nach Monemvasia, wo er als Rekluse in einer Zelle an der Kirche der Theotokos von Diakonia - wohl der heutigen Kirche Panagia Chrysafitissa - blieb und dort ohne Unterlass betete.

Kirche Panagia Chrysafitissa in Monemvasia, benannt nach dem Ort Chrysafa bei Sparta, aus dem die wunderwirkende Ikone der Allerheiligsten (Gottesmutter) stammt, die man hier fand
Kirche Panagia Chrysafitissa in Monemvasia, benannt nach dem Ort Chrysafa bei Sparta, aus dem die wunderwirkende Ikone der Allerheiligsten (Gottesmutter) stammt, die man hier fand

Die durch den örtlichen Bischof überbrachte Bitte seiner Ehefrau, nach Hause zurückzukehren, ignorierte Theodor. Nach einem Jahr verließ er Monemvasia mit einer byzantinischen Flotte und kam auf die Insel Kythira; nachdem die Byzantiner dort die muslimischen Piraten besiegt hatten, konnte sich Theodor zusammen mit seinem Begleiter Antonios dort niederlassen. Die Insel war damals wegen der Überfälle der aus Kreta kommenden Sarazenen unbewohnt; die beiden lebten völlig einsam in der aus dem 7. Jahrhundert stammenden, Sergius und Bacchus geweihten Kirche, die erhalten ist neben dem Katholikon des heutigen, nach Theodor benannten Klosters. Nach einer Zeit extremer Askese entschied sich Antonios, in das sanftere Leben von Monemvasia zurückzukehren, bald darauf starb Theodor.

Sergius und Bacchus geweihte Kirche (links) und die neue Kirche, jetzt Katholikon
Die Sergius und Bacchus geweihte Kirche (links) und die neue Kirche, jetzt Katholikon

Einige Zeit nach seinem Tod wurde Theodors Leichnam von vorbeifahrenden Seemännern tot aufgefunden, diese begruben seinen fast unversehrten Körper. Im 12./13. wurde über seinem Grab neben der Kirche von Sergius und Bacchus bei Pitsinades von Bauarbeitern aus Monemvassia eine neue Kirche erbaut, die später zu einem Kloster erweitert wurde; 1630 wurde diese Kirche erneuert.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.05.2019

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2017/05/saint-theodore-who-lived-in-asceticism.html
• Haris Kalliga: The Church of Haghia Sophia at Monemvasia: Its Date and Dedication. Athen 1979, S. 218f
• https://visitkythera.com/de/in/osios-theodoros/
• http://www.imkythiron.gr/index.php/ekklisiastika-mnimeia/4656-istorika-mnimeia-tis-nisou-ton-kythiron

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.