Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

31. März

1. † am Mittwoch dem 31. März 420, wurde in Argol in Persien zu Tode gefoltert, der heilige Diakon und Märtyrer Benjamin, der, weil er nicht aufhörte das Wort Gottes zu verkünden, unter dem Schah Vararan V., mit spitzen Dornen fest an den Fingernägeln gequält, sein Bekenntnis vollendet hat.
Siehe 17. April, 3/27

2. † an einem 31. März, vor 595, entschlief in Rom, die heilige Balbina, die Stifterin der gleichnamigen Titelkirche auf dem Aventin.
Nach der Überlieferung war Balbina in Rom die Tochter des heiligen Märtyrers Quirinus (25. März, um 259/4). Sie wurde getauft vom hl. Papst Alexander I. Sie lebte als gottgeweihte Jungfrau. Nach ihrem Tod wurde sie bei ihrem Vater an der Via Appia begraben. Sie ist wohl die Stifterin des nach ihr benannten Friedhofs zwischen Via Appia und Via Ardeatina, auf denen die heiligen Alexander, Eventius und Theodul (3. Mai/3) und Hermes (28. August/2) bestattet liegen.

3. † am Freitag, dem 31. März 752, entschlief in Köln, der heilige Bischof Agilulf, Agilolf, berühmt durch seine heilige Lebensführung und seine heilbringenden Predigten. Er war eine Notlösung für Köln: Bonifatius (5. Juni 754/1) wollte das zentral liegende Köln als seinen Metropolitansitz einnehmen; Papst Zacharias versuchte den Bischofsstuhl von Köln seinem hochverehrten Deutschlandapostel Bonifatius zu geben. Köln war 745 durch den Tod des Bischofs Reginfrid vakant; aber die fränkischen Fürsten, auch die Bischöfe von Mainz und von Trier, waren dagegen, dass ein so starker Mann mit so vielen englischstämmigen Benediktinern nach Köln käme; so intrigierten sie und schafften es, 746 den schwachen aber freundlichen Agilulf zu wählen; so musste Bonifatius sich mit Mainz, wo für ihn der Bischof abgesetzt werden musste, zufrieden geben. Agilolf arbeitete dann in der Kirchenreform eng mit dem heiligen Bonifatius zusammen. Er wurde später verwechselt mit einem gleichnamigen und ermordeten Mönch von Malmedy; dessen Reliquien ließ der heilige Anno II. (4. Dezember 1075/11) am 9. Juli 1062 in Köln in die Annexkirche des Domes, Sankt Mariengraden überführen; seitdem wird im Erzbistum Köln bis heute am 9. Juli des heiligen Bischofs Agilolf gedacht.

4. † am Montag, dem 31. März 1046, entschlief in Borgo da San Domenico bei Parma, der heilige Abt Guido di Pomposa, der Abt der Abtei Pomposa, der viele Schüler an sich zog, auch den Guido d’Arezzo, der die moderne Notenschrift erfunden hat; er hat viele Klöster wiedererrichtet; sein Hauptziel war das Beten, die Betrachtung und die Feier der heiligen Liturgie; oft wollte er allein mit Gott in Zurückgezogenheit weilen.

5. † an einem 31. März, um 1286, entschlief in Toulousa, die selige Jungfrau Jeanne aus dem Orden der Karmeliterinnen. Sie hat ihre Gelübde abgelegt in die Hand des seligen Simon Stock (16. Mai 1265/14) und gilt als Mitgründerin der reformierten Karmelitinnen.

6. † am Donnerstag, dem 31. März 1491, entschlief in Udine, der selige Priester Bonaventura di Foro Livio aus dem Servitenorden, der durch seine Bußpredigten die Bevölkerung in verschiedenen Gebieten Italiens zur Bekehrung geführt hat und, 80-jährig, während einer Fastenpredigt tot zusammengebrochen ist.

7. † vielleicht am Montag, dem 31. März 1597, wurde in Carlisle gehenkt, ausgewaidet und gevierteilt, der selige Priester und Märtyrer Christopher Robinson, der in Reims studierte, die Priesterweihe empfing und nach England zurückkehrte. Es war die Zeit der Königin Elizabeth I. Er war Augenzeuge der Hinrichtung des heiligen John Boste in Durham (24. Juli 1594/18), konnte aber insgeheim noch fast drei Jahre der wahren Kirche in seiner Heimat dienen. Er wurde verhaftet und, nur weil er katholischer Priester war, wie ein Hochverräter verurteilt; seine Hinrichtung erfolgte an einem nicht genau bekannten Tag, an dem er den Siegeskranz des Martyriums erhalten hat.
Siehe auch 12. Februar, 7/54

8. † am Karsamstag, dem 31. März 1945, gab im Konzentrationslager Ravensbrück ihren Lebensodem Gott zurück, die selige Märtyrin Natalia Tulasiewicz, eine polnische Frau, die, angezeigt, von den Gewaltherrschern in das Lager eingewiesen wurde; dort gab sie Gott ihren Lebensodem (1. Mos 2,7) zurück, indem sie gezwungen wurde, in der Gaskammer giftige Gase einzuatmen.
Siehe auch 28. Mai, 14/109


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 05.12.2018
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
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