Fara
auch: Burgundofara
französischer Name: Fare
Gedenktag katholisch: 7. Dezember
Todestag: 3. April, Kommemoration Als Kommemoration (von lat.„commemoratio”, „Mitgedenken”) bezeichnet man das Gedenken an einem Tag, der eigentlich von einem höherwertigen Gedenken geprägt ist. Dabei werden die Gebete des niederrangigeren Gedenktages denen des höherrangigen angefügt.
Seit der Liturgiereform von 1969 ist in der römisch-katholischen Kirche eine Kommemoration nicht mehr vorgesehen.:
7. Dezember
Name bedeutet: die Fahrende (althochdt.)
Fara, Tochter des adeligen Chagnerich von Meaux im
im damaligen Schloss in Crisenoy bei Meaux - heute ein
Landgut und Veranstaltungsort -, der enge Beziehungen zu König Theudebert II. von
Austrasien hatte, und dessen Ehefrau Leodegund, war damit auch die Schwester von
Cagnoald von Laon und
Faro von Meaux, wurde der Überlieferung nach im Jahr 610 als junge Frau von
Kolumban gesegnet, als der in ihrem Elternhaus in
Poincy zu Gast war. Sie sollte 614 heiraten, doch sie
entfloh und versteckte sich in einer Kapelle nahe Meaux,
zudem wurde sie blind. Davon heilte sie dann Eustasius, der spätere Abt des Klosters
in Luxeuil - dem heutigen heute Luxeuil-les-Bains bei
Montbéliard. 614 segnete Bischof Gondoald von Meaux
sie zur gottgesegneten Jungfrau ein. Nachdem er sich mit seiner widerspenstigen Tochter ausgesöhnt hatte, errichtete ihr Vater
für Fara auf mit Unterstützung von Bischof Cagnoald und Abt Waldebert von Luxeuil
auf seinem Besitz - Evoriacum
genannt, den Resten einer ehemaligen römischen Siedlung - das
Kloster Notre-Dame. Fara wurde die erste Äbtissin
dieses Klosters, das das erste Doppelkloster - also für Frauen und Männer - in Frankreich war und die Regel Kolumbans befolgte.
Fara gründete offenbar auf den Besitztümern ihrer Familie auch das damalige Frauenkloster in Champeaux - an der Stelle der späteren Kollegiatskirche, denn das Kloster wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts in eines für Kanoniker umgewandelt.
Das Kloster Notre-Dame wurde nach Faras Tod nach ihr
Faremoutiers
- Faras Kloster
- benannt. Der Name Burgundofara
nimmt Bezug auf ihre Heimat
Burgund. Manche Überlieferung nennt Fara eine Schwester von
Cagnoald und Faro von Meaux. Der
Gedenktag 7. Dezember ist möglicherweise der Tag der Übertragung ihrer Gebeine, die
1622 stattfand. Die blinde Nonne Carolina le Bret berührte der Überliieferung zufolge mit diesen ihre Augen und erhielt so
ihre Sehkraft wieder.
Das Kloster in Faremoutiers wurde Ende 1792 in der Französischen Revolution aufgehoben, die Kirche Saint Sulpice wurde Pfarrkirche, die Abteigebäude Militärkaserne, danach verkauft. 1930 siedelten sich Benediktinerinnen wieder einem Gebäudekomplex an der Stelle der früheren Abtei an und errichteten die heutigen Abtei. Das Kapitel an der Kollegiatskirche in Champeaux wurde ebenfalls in der Französischen Revolution aufgehoben, die Kirche wurde Pfarrkirche.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 23.04.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche
Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon,
Bd. XVI, Herzberg 1999
• https://de.wikipedia.org/wiki/Burgundofarones - abgerufen am 20.07.2023
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Faremoutiers - abgerufen am 22.02.2025
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Fare_(abbesse) - abgerufen am 17.04.2026
• Infotafel in der Kathedrale in Meaux
• Infotafel am Kloster in Faremoutiers
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Coll%C3%A9giale_Saint-Martin_de_Champeaux - abgerufen am 23.04.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.