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Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Gualbertus

italienischer Name: Giovanni Gualberti


Johannes Gualbertus
Johannes Gualbertus

Johannes Gualbertus war Sohn einer Adelsfamilie. Am Beginn seiner Berufung stand ein tragisches Ereignis: sein Bruder wurde ermordet, Johannes suchte lange nach dem Täter; als er ihn endlich fand, fiel der ihm reumütig vor die Füße, worauf Johannes ihm verzieh statt ihn - wie ursprünglich beabsichtigt - aus Rache zu töten. Bei einem anschließenden Kirchenbesuch habe sich die Figur des gekreuzigten Jesus vom Kreuz herabgeneigt und sein Haupt gesegnet, woraufhin Johannes im Alter von 18 Jahren beschloss, sein ganzes Leben in den Dienst Jesu zu stellen.

1013 trat Johannes ins Benediktinerkloster S. Miniato in Florenz ein. 1035 verließ er das Kloster, weil ein Abt durch Simonie eingesetzt wurde. Nach kurzem Aufenthalt in Romualds Einsiedelei Camáldoli gründete auch er 1036 eine Einsiedelei in Vallombrosa. 1037 erhielt diese - vielleicht aufgrund des Drucks durch Kaiser Konrad II. - ihre Ausgestaltung als Mönchsgemeinschaft, 1038 wurde die Klosterkirche von Bischof Rudolf von Paderborn geweiht, 1039 wurde Johannes das Klostergelände von Äbtissin Itta von S. Ellero bei Galeata geschenkt.

Die Mönche lebten unter Johannes' Leitung sehr streng nach den Regeln des Benedikt von Nursia. Er war bis dahin Analphabet, seine Mitbrüder mussten ihm vorlesen. Er verfasste nun Regeln, beeinflusst durch die Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden.. Sie sahen als Neuigkeit die Aufnahme von Laienbrüdern vor, wobei eine strenge Trennung zwischen Chormönchen und Laienbrüdern vorherrschte: die ersteren durften das Kloster nie verlassen, die Laienbrüder besorgten alle Geschäfte außerhalb des Klosters. Ab 1040 gründete und reformierte Johannes weitere Klöster in der Toskana, es entstand der Orden der Vallombrosaner.

Johannes kämpfte Zeit seines Lebens gegen die Simonie, deshalb besonders gegen den Florentiner Erzbischof Pietro Mezzabarba, außerdem für die strenge Einhaltung seiner Ordensregel. Er starb auf einer Visitationsreise und wurde an seinem Todesort in der Kirche in Passignano beigesetzt.

An Johannes' Grab in Passignano, das zum Wallfahrtsort wurde, sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben.

Kanonisation: Johannes Gualbertus wurde am 24. Oktober 1193 durch papst Coelestin III. heiliggesprochen.
Attribut: unterm Kreuz Jesu stehend
Patron der Forstleute und Waldarbeiter; gegen Besessenheit
Bauernregel: Der Juli bringt die Sichel / für (Jo-)Hans und Michel.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.06.2017

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• http://it.wikipedia.org/wiki/Chiesa_di_Santa_Maria_a_Petroio

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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