Ökumenisches Heiligenlexikon

Placidus von Disentis

Gedenktag katholisch: 11. Juli
gebotener Gedenktag im Bistum Chur: 12. Juli

Name bedeutet: der Sanfte / der Gütige (latein.)

Glaubensbote, Märtyrer
* in Rätien
um 719 (?) in Disentis in der Schweiz


Johann Ritz: Placidus' Martyrium, 1710, Altarbild in der Klosterkirche in Disentis
Johann Ritz: Placidus' Martyrium, 1710, Altarbild in der Klosterkirche Disentis

Placidus, vornehmer Herkunft, unterstützte Sigisbert, als der an der Stelle des heutigen Disentis eine Zelle errichtete. Er überwarf sich mit dem Präses Viktor von Chur, dem er unrechtmäßige Eingriffe in den Besitz des Klosters nachwies. Viktor fürchtete um die Selbständigkeit Churrätiens und ließ Placidus durch seine Dienstleute enthaupten. Placidus nahm der Überlieferung zufolge sein Haupt in die Hände und trug es zu Sigisbert in dessen Zelle, wo er dann bestattet wurde.

Fritz Kunz: Der ermordete Placidus zeigt seinen Kopf Sigisbert, 1914 / 1925, Deckengemälde in der in der Klosterkirche in Disentis
Fritz Kunz: Der ermordete Placidus zeigt seinen Kopf Sigisbert, 1914 / 1925, Deckengemälde in der Klosterkirche Disentis

Über dem Grab von Placidus wurde eine Kapelle gebaut, die 1458 und durch Lawinen zerstört und dann neu errichtet. Dia an dieser Stelle ab 1650 neue errichtete Kirche wurde 1658 geweiht, 1978 durch wiederum eine Lawine beschädigt und dann bis 1994 wieder instand gestzt. Nahe seinem Grab entstand das Kloster Disentis der Benediktiner. Placidus' Leidensgeschiche wurde im 12. Jahrhundert verfasst.

Altarbild: Placidus reicht seinen Kopf Sigisbert dar, in der Kirche in Disentis
Altarbild: Placidus reicht seinen Kopf Sigisbert dar, in der Placidus geweihten Kirche in Disentis

Kanonisation: Die Verehrung von Placidus und Sigisbert wurde 1905 genehmigt.

Catholic Encyclopedia

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.04.2021

Quellen:
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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