Ökumenisches Heiligenlexikon

Jacobus de Voragine

Gedenktag katholisch: 13. Juli
     n.g. Gedenktag im Dominikanerorden
Name bedeutet: der Nachgeborene (hebr.)
Erzbischof von Genua, Ordensmann
* um 1230 in Voragine, dem heutigen Varazze bei Genua in Italien
† 14. Juli 1298 in Genua in Italien
Kartenskizze

Buchmalerei aus: Jacobus de Voragine: Legenda aurea, übersetzt von Jean de Vignay, Paris, 14. Jahrhundert: Jacobus de Voragine predigt. Bibliothèque Nationale de France in Paris, Richelieu Manuscrits

Buchmalerei aus: Jacobus de Voragine: Legenda aurea, übersetzt von Jean de Vignay, Paris, 14. Jahrhundert: Jacobus de Voragine predigt. Bibliothèque Nationale de France in Paris, Richelieu Manuscrits   

Jacobus trat schon 1244 in den Dominikanerorden ein, wurde mit 22 Jahren Professor für Theologie und 1292 Erzbischof von Genua. Er verfasste die Legenda sanctorum, eine Sammlung von Heiligenlegenden, angeordnet nach dem Jahreslauf und als volkstümliches Andachtsbuch konzipiert, das die Heiligendarstellung der folgenden Jahrhunderte nachhaltig beeinflusste, vielen Künstlern des Mittelalters als Quelle der Motive in der Darstellung von Heiligen diente und bald schon in alle Sprachen des Abendlandes übersetzt wurde. Als Legenda aurea, die Goldene Legende, ist das Werk bis heute die bedeutsamste Sammlung von Heiligenlegenden und weit verbreitet.

Jacobus ist in Genua unter dem Hauptaltar der Dominikanerkirche beigesetzt.

Patron von Varazze

Catholic Encyclopedia

Gerd-Klaus Kaltenbrunner stellt Jacobus und seine Zeit dar im Artikel Der Geist des Mittelalters in der Zeitschrift Junge Freiheit.

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001



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