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Ökumenisches Heiligenlexikon

Dermitius O'Hurley und Gefährten

englischer Name: Dermot, auch Dermod, Dermond
irischer Name: Diarmaid Ó hUrthuile

Gedenktag katholisch: 20. Juni
gebotener Gedenktag in Irland

Name bedeutet: ?

Erzbischof von Cashel, Märtyrer
* um 1520 auf Schloss Lickadoon bei Limerick in Irland
† 20. (?) Juni 1584 in Dublin in Irland


Dermitius, Sohn der Adelsfamilie O'Hurley, erhielt seine Bildung durch Hauslehrer, studierte dann in Leuven / Löwen und lehrte dort 15 Jahre lang als Professor für Philosophie und Kirchenrecht. 1574 wechselte er an die Universität in Reims und blieb dort bis 1578. In Rom wurde er 1581 - obwohl noch immer nicht zum Priester geweiht - von Papst Gregor XIII. zum Erzbischof von Cashel ernannt. Auf der Anreise erkrankte er schwer und musste ein Jahr in Reims bleiben. Ein Seefahrer schmuggelte ihn schließlich nach Irland, wo er 1583 am Strand von Skerries bei Dublin ankam - also noch während der zweiten Rebellion von Desmond gegen die anglikanische Herrschaft der Engländer in Irland. O'Hurley reiste in ziviler Kleidung und in Begleitung des Priesters John Dillon durchs Land, zunächst von Waterford aus, dann kam er unter bei Baron Thomas Flemyng in Slane, schließlich im Schloss des Grafen Thomas Butler von Ormond in Carric-on-Shannon. Sein Wirken wurde durch Spione beobachtet; unter Androhung schwerer Strafen wurde sein ehemaliger Gastgeber Baron Thomas Flemyng unter Druck gesetzt, woraufhin der Erzbischof sich freiwillig den Verfolgern stellte.

Dermitius O'Hurley kam zunächst ins Gefängnis nach Killeedy, im Oktober 1583 in das im Schloss in Dublin. Ihm wurde zur Last gelegt, für die römische Inquisition zu wirken und von einer Verschwörung des Papstes und der Spanier zu wissen; tatsächlich war er als Professor für Kirchenrecht wohl auch juristisch tätig. Auch nach schwerer Folter weigerte sich der Erzbischof, den Suprematseid abzulegen und zur Anglikanischen Kirche überzutreten. Die Königin war schließlich bereit, auf ein ordentliches Verfahren nach englischem Recht zu verzichten und billigte ein Verfahren vor dem Militärtribunal; O'Hurley wurde nach eintägiger Verhandlung wegen Hochverrat zum Tod verurteilt. In den frühen Morgenstunden des 20. Juni - oder des 19. Juni - wurde er außerhalb der Mauern von Dublin in Anwesenheit einer großen Menschenmenge erhängt.

O'Hurley wurde zunächst an seinem Hinrichtungsort verscharrt, bis ein Mann namens William Fritzsimon ihn auf dem Friedhof der Kirche Saint Kevin's in Dublin ordentlich bestatten ließ; O'Hurleys Grab wurde zum Wallfahrtsort. Er wurde schnell als Märtyrer in ganz Europa verehrt; mehrere Berichte über sein Leben und Leiden wurden gedruckt und erreichten ein breites Publikum, die halbzerstörte Kirche Saint Kevin's wurde wieder aufgebaut.

Zusammen mit O'Hurley werden weitere 16 irische Märtyrer aus der Zeit von 1579 bis 1654 verehrt:

• Francis Taylor (irisch: Proinsias Táilliúir), * um 1550 in Dublin in Irland, † 30. Januar 1621 daselbst
Francis Taylor, Sohn von Robert Taylor und Elizabeth Golding, entstammte lokalem Adel. Er wurde ein bekannter Kaufmann und Stadtrat in seiner Heimatstadt, war verheiratet mit einer Enkelin der Märtyrerin Margaretha Ball und Vater von sechs Kindern. 1595 wurde er Bürgermeister von Dublin; als er auch ins Parlament gewählt wurde, musste er seinen Sitz abgeben, weil er Katholik war. Ende 1613 oder zu Beginn des Jahres 1614 wurde er ins Gefängnis geworfen, wo er entkräftet starb.

Patrick O'Healy, Ordensmann, Bischof von Mayo, Märtyrer

Conan O'Rourke, Ordensmann, Priester, Märtyrer

• Matthäus Lambert (englisch: Matthew, irisch: Maitiú Laimpeart), * in Wexford in Irland, † 5. Juli 1581 daselbst
Matthäus Lambert war Bäcker in der Diözese Ferns. Nach dem Scheitern der vom Papst unterstützten Spanischen Invasion von 1580 kam im Februar 1581 der 1580 auf Seiten der Spanier kämpfende Graf Baltinglass mit dem JesuitenKaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. Robert Rockford nach Wexford, um wieder für die katholische Kirche zu wirken. Matthäus Lambert und die drei nachfolgend genannten Seemänner boten ihnen Unterschlupf und einen Fluchtweg. Die vier wurden entdeckt, verhaftet, vor Gericht gestellt, verurteilt und zusammen mit zwei weiteren Seeleuten, deren Namen nicht bekannt sind, erhängt, ihre Leichname anschließend von Pferden geschleift und in Stücke gerissen.

• Robert Mayler, † 5. Juli 1581 in Wexford in Irland, ein Seemann

• Eduard Cheevers, (englisch: Edward, irisch: Éadbhard Cheevers), * in Wexford in Irland, † 5. Juli 1581 daselbst, ein Seemann

• Patrick Cavanaugh, ein Seemann, † 5. Juli 1581 in Wexford in Irland, ein Seemann

Margaretha Ball, Märtyrerin

• Mauritius McKenraghty (englisch: Maurice, irisch: Muiris mac Ionrachtaigh), * um 1500 in Kilmallock in Irland, † 20. April 1585 in Clonmel in Irland
Mauritius McKenraghty wurde 1585 zum Priester geweiht, arbeitete als WeltpriesterWeltpriester - oder auch Diözesanpriester - sind in der römisch-katholischen Kirche alle Priester, die keinem Orden angehören. in der Diözese Limerick. Er wurde enthauptet.

• Conor O'Devany (irisch: Conchubhar Ó Duibheanaigh), * um 1530 in Armagh in Nordirland, † 1. Februar 1611 in Dublin in Irland
Conor O'Devany war Franziskaner-Observant. Papst Gregor XIII. ernannte ihn 1582 zum Bischof von Down - der Grafschaft um Downpatrick - und Connor. 1588 wurde er in der antikatholischen Bewegung nach der gescheiterten Spanischen Invasion verhaftet, 1611 erneut ins Gefängnis geworfen, schließlich erhängt.

• Dominikus Collins, (englisch: Dominic, irisch: Doiminic Ó Coileáin), * 1566 in Youghal bei Cork in Irland, † 31. Oktober 1602 daselbst
Dominikus war der Sohn von John and Felicity Collins. Er begann eine militärische Karriere und brachte es bis zum Hauptmann. Nach einer Wallfahrt nach Santiago de Compostela trat er als Laienbruder dem Jesuitenorden bei. 1601 wurde er von seinem Orden nach Irland gesandt, am 17. Juni 1602 gefangen genommen, gefoltert und dann erhängt.

• Patrick O'Loughran (irisch: Pádraig Ó Lochráin), * um 1577 in Armagh in Nordirland, † 1. Februar 1611 in Dublin in Irland
Patrick O'Loughran war Priester und KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. im Haus des Grafen von Tyrone. Er wurde erhängt.

• Peter Higgins (irisch: Peadar Ó Huiggin), * 1601 in Irland † 23. März 1642 in Dublin in Irland
Peter Higgins trat 1622 in den Dominikanerorden ein, wurde Priester und Prior im Ordenshaus in Naas. Nachdem er den Suprematseid verweigerte, wurde er erhängt.

• Terentius Albert O’Brien (englisch: Terence, irisch: Toirdhealbhach Albert Ó Briain), * 1601 in Tuogh bei Limerick in Irland, † 30. Oktober 1651 in Limerick in Irland
Terentius O’Brien trat 1622 in den Dominikanerorden ein, wurde Priester und Prior der Ordensprovinz Irland. Er wurde Bischof von Emly. Nachdem er den Suprematseid verweigerte, wurde er erhängt.

• Johannes Kearney (englisch: John, irisch: Seán Ó Cearnaigh), * 1619 in Cashel in der Grafschaft Tipperary in Irland, † 11. März 1653 in Clonmel in Irland
Johannes war der Sohn von John Kearney und Elizabeth Creagh. Er wurde Franziskaner-Observant in Kilkenny und kam 1638 zur Ausbildung ins Priesterseminar nach Leuven/Löwen in Belgien. Als er 1644 nach Irland zurückkehren wollte, wurde er in London verhaftet, eingesperrt, gefoltert und zum Tod verurteilt. Er konnte fliehen, ging nach Frankfurt und dann von Calais aus nach Wexford, wirkte dann als Lehrer der Philosophie in seiner Heimatstadt, als Novizenmeister in Waterford und als Pförtner in Carric-on-Suir. Anfang 1653 wurde er in Tipperary gefangen genommen und schließlich erhängt. Sein Leichnam wurde verbrannt.

• Wilhelm Tirry (englisch: William, auch: William Tirrey, irisch: Liam Tuiridh), * 1608 in Cork in Irland, † 2. Mai 1654 in Clonmel in Irland
Wilhelm war der Sohn von John and Joan Tirry. Er studierte in Valladolid in Spanien und in Paris, wurde Augustiner und Priester. 1630 kam er nach Irland zurück und wirkte als Sekretär seines Onkels, des Bischofs seiner Heimatstadt. 1654 wurde er nach Fethard geschickt, dort am Karsamstag, dem 25. März, verhaftet, dann zum Tod verurteilt und erhängt.

Kanonisation: Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Seligsprechungsprozess für die irischen Märtyrer eingeleitet; dabei wurden 460 Namen erfasst, 258 Fälle wurden näher untersucht, die genannten 16 wurden schließlich am 27. September 1992 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Martyrologium Romanum Flori-Legium

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 04.11.2018

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• http://en.wikipedia.org/wiki/Dermot_O%27Hurley
• http://saints.sqpn.com/blessed-dermot-ohurley/
• http://freespace.virgin.net/pomeroy.parish/BLESSEDPATRICKO'LOUGHRAN.htm
• http://www.igw-resch-verlag.at/seligeheilige/index.html?band3/irische.html
• http://saints.sqpn.com/blessed-matthew-lambert/
• http://saints.sqpn.com/blessed-edward-cheevers/
• http://saints.sqpn.com/blessed-maurice-mackenraghty/
• http://saints.sqpn.com/blessed-conor-odevany/
• http://saints.sqpn.com/blessed-dominic-collins/
• http://saints.sqpn.com/blessed-francis-taylor/
• http://saints.sqpn.com/blessed-patrick-oloughran/
• http://saints.sqpn.com/blessed-peter-higgins/
• http://saints.sqpn.com/blessed-terrence-albert-obrien/
• http://saints.sqpn.com/blessed-john-kearney/
• http://saints.sqpn.com/blessed-william-tirry/
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 4. Christiana, Stein am Rhein 2000

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.