Ökumenisches Heiligenlexikon

Maturinus von Sens

bretonischer Name: Matilin
französischer Name: Mathurin

Gedenktag katholisch: 1. November
Übertragung der Gebeine: 10. Mai

Name bedeutet: der Reife (latein.)

Priester
* in Larchant bei Nemours (?) in Frankreich
um 290 (?) oder 500im 4., 5. und 7. Jahrhundert in Rom


Maturinus, der Überlieferung zufolge Sohn von Marin und Eufémie, war demnach ein Schüler von Polykarp von Sens und wurde im Alter von 20 Jahren in Sens zum Priester geweiht. Als in Rom Theodora, die Tochter des 286 bis 305 im Westen regierenden römischen Kaisers Maximian Herculius 1 von einem Dämon gequält wurde, der selbst zu schreien begann, dass es notwendig sei, einen Priester Maturinus aus Gallien zu holen, um ihn zu vertreiben, wurde Maturinus nach Rom geholt und rettete Theodora. Er verbrachte dann noch drei Jahre bis zu seinem Tod in Rom, wo er viele Wunder bewirkte.

Weil Maturinus gewünscht hatte, dass er in seinem Heimatort bestattet werde, befahl der Kaiser, den Leichnam nach Larchant zurückzubringen. An seinem Grab geschahen dann viele Wunder und seine Gebeine wurden in die ihm geweihte Kirche übertragen, die im Mittelalter zu einem viel besuchten Wallfahrtsort wurde.

Maturinus wurde erstmals im 9. Jahrhundert im Martyrologium von Usuard genannt. Nach 871 entstand eine Lebensgeschichte.

1006 wurde die Maturinuskirche in Larchant den Chorherren von Notre Dame aus Paris übergeben, die 1180 die Kirche renovierten. In Paris gab es eine Maturinus geweihte Kirche beim Kloster der Trinitarier.

1 Flavia Maximiana Theodora stammte wohl aus der ersten Ehe der Eutropia, der Frau des Kaisers Maximian, hatte einen Syrer zum Vater und war also dessen Stieftochter.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.05.2020

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Larchant#Saint_Mathurin
• http://www.grandterrier.net/wiki/index.php?title=Mod%C3%A8le:0911

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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