Ökumenisches Heiligenlexikon

Gildard von Rouen

auch: Godard

1 Gedenktag katholisch: 8. Juni

Name bedeutet: tapferer Krieger (romanisch.)

Bischof von Rouen
* 448 in Salency bei Noyon in Frankreich
525 (?) in Rouen in Frankreich


Medardus von Noyon (links) und Gildard, Statuen, 19. Jahrhundert, in der Pfarrkirche in Crépon bei Bayeux
Medardus von Noyon (links) und Gildard, Statuen, 19. Jahrhundert, in der Pfarrkirche in Crépon bei Bayeux

Gildard war der Sohn des Soldaten Nectar, der am Hofe von Merowingerkönig Childerich I. diente und dessen Frau Protagia, die ihren Mann zum Christenglauben bekehrt hatte, und angeblich ein Zwillingsbruder von Medardus von Noyon 1. Um 490 wurde er Bischof von Rouen. Er soll zusammen mit Remigius von Reims an der Bekehrung des Merowingerkönigs Chlodwig beteiligt gewesen sein und 496 bei dessen Taufe in der Kathedrale von Reims teilgenommen haben. 511 nahm er an der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Orléans teil, Laudus von Coutances weihte er ungesicherter Überlieferung zufolge 525 zum Bischof.

Gildard wurde der Überlieferung nach in der ihm geweihten Kirche Saint-Godard in Rouen bestattet, seine Gebeine und kamen später in die Kathedrale von Rouen. Um 840 wurden sie in die Kirche Saint-Médard nach Soissons übertragen - angeblich, damit sie neben jenen seines Brudrs Medardus liegen. Dort entstand Gildards Lebensgeschichte, eine Abschrift aus der über Medardus, die Venantius Fortunatus zugeschrieben wird.

1 Die Acta Sanctorum halten dies für eine anlässlich der Übertragung der Gebeine nach Soissons entstandene Legende.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.06.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Godard_de_Rouen - abgerufen am 19.06.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.