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Ökumenisches Heiligenlexikon

Alle Seelen

Gedenktag katholisch: 2. November
Hochfest bei den Marianern von der Unbefleckten Empfängnis
Fest I. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die I. Klasse einem Hochfest. - trotzdem wird es auf den 3. November verschoben, falls der 2. ein Sonntag ist
in Lausanne-Genf-Fribourg auch: 14. Januar

Gedenktag anglikanisch: 2. November
Die im Glauben Heimgegangenen

Gedenktag orthodox: Samstag vor Pfingsten

Gedenktag armenisch: 7. Januar (Tag nach Weihnachten), Ostermontag,
                                         Montag nach dem Verklärungssonntag
                                         Montag nach dem Assumptionssonntag
                                         Montag nach dem Kreuzerhöhungssonntag

Gedenktag syrisch-orthodox: letzter Sonntag vor der Fastenzeit,
                                                     2., 3. und 4. Samstag der Fastenzeit
                                                     Samstag nach Ostern


Seit jeher gedachte der Mensch der Toten, seit dem 2. Jahrhundert sind christliche Gebete für Tote bekannt. Gebete und Fürbitten sowie die Feier der EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23.feier für die Verstorbenen sollen in der katholischen Kirche dazu helfen, dass die Toten die Vollendung in Gott finden. Die Gräber auf den Friedhöfen werden von den Angehörigen geschmückt, bei Katholiken wird das Seelenlicht entzündet; es ist das Symbol des Ewigen Lichtes, das den Verstorbenen leuchtet. In feierlicher Prozession, dem Gräberumgang , schreitet der Priester durch die Reihen der festlich geschmückten Gräber und erteilt den Segen.

Im 7. Jahrhundert ordnete Isidor von Sevilla seinen Mönchen an, am Tage nach dem Pfingstfest für die Toten EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. zu feiern, andere Klöster nahmen diesen Brauch auf. 998 legte Odilo von Cluny die Allerseelenfeier für den 2. November fest, die Mönche von Cluny verbreiteten das Fest im 11. Jahrhundert, in Rom wurde es erstmals 1311 gefeiert. Papst Benedikt XIV. erlaubte 1748 drei Messfeiern zu diesem Tag, Papst Benedikt XV. weitete dieses Privileg im Jahr 1915 für die gesamte katholische Kirche aus. Das 2. Vatikanische Konzil ordnete einen mehr von der Auferstehungsbotschaft von Ostern geprägten Ductus an.

Die Zeit vom 30. Oktober bis 8. November gilt als Seelenwoche. Früher glaubte man, dass in diesen Tagen die armen Seelen anwesend seien.

In den Orthodoxen Kirchen wird noch immer der Zusammenhang mit dem Pfingstfest bewahrt, aller Seelen wird am Samstag vor dem Fest gedacht, früher auch am 3. Februar, während der Fastenzeit. Die evangelische Kirche gedenkt der Verstorbenen am Totensonntag / Ewigkeitssonntag.

Die katholische Kirche gewährt demjenigen Gläubigen, der einen Friedhof in frommer Gesinnung besucht und wenigstens im Geiste für die Verstorbenen betet, einen Ablass. Dieser Ablass kann nur den läuterungsbedürftigen Seelen zugewendet werden, und zwar in der Zeit vom 1. bis 8. November als vollkommener Ablass, an jedem anderen Tag des Jahres als Teilablass.
Ein vollkommener Ablass, der jedoch nur den läuterungsbedürftigen Seelen zugewendet werden kann, wird denjenigen Gläubigen gewährt, die am Allerseelentag eine Kirche oder eine Kapelle mit frommer Gesinnung besuchen. Dieser Ablass kann - nach Verfügung des Ordinarius - auch am Sonntag vor oder nach Allerseelen oder an Allerheiligen gewonnen werden. Dabei sind beim Kirchenbesuch das Gebet des Herrn und das Glaubensbekenntnis (Pater noster und Credo) zu sprechen.

Bauernregeln: Um Allerseelen kalt und klar / macht auf Weihnacht alles starr.
Der Allerseelentag / drei Tropfen Regen haben mag.

Die Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG³)

Catholic Encyclopedia





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.02.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:

• http://www.bauernregeln.net/november.html
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000
• Handbuch der Ablässe, Normen und Bewilligungen. Deutsche Ausgabe des Enchiridion Indulgentiarum, Rosenkranz-Verlag, München 1971