Ökumenisches Heiligenlexikon

Thomas von Aquin

italienischer Name: Tommaso d'Aquino

Gedenktag katholisch: 28. Januar
gebotener Gedenktag
Fest im Dominikanerorden
gebotener Gedenktag im Trinitarierorden, im Bistum Cuenca und in Aachen: 29. Januar
Ordenskalender der Marianer von der Unbefleckten Empfängnis
im Bistum Cuenca, im Trinitarierorden und in der Stadt Aachen: 29. Januar
Gedenktag III. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die III. Klasse einem gebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Die Feste III. Klasse sind außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) immer zu feiern, wenn sie nicht von einem Fest I. oder II. Klasse verdrängt werden. Innerhalb der geprägten Zeiten können sie in der Regel nur kommemoriert, aber nicht gefeiert werden.
: 7. März
Überführung der Gebeine nach Neapel: 19. Januar
Tag der Heiligsprechung: 17. Juli, 18. Juli

Gedenktag evangelisch: 8. März (EKD)
                                            28. Januar (ELCA)

Gedenktag anglikanisch: 28. Januar

Name bedeutet: der Zwilling (hebr.)

Ordensmann, Kirchenlehrer
* um 1225 in der Burg in Roccasecca nahe Aquino bei Frosinone in Italien
7. März 1274 im Kloster Fossanova nahe Priverno bei Terracina in Italien


Stefano di Giovanni Sassetta: Thomas, vom Heiligen Geist inspiriert (Detail), 1423, Museum der schönen Künste, Budapest
Stefano di Giovanni Sassetta: Thomas, vom Heiligen Geist inspiriert (Detail), 1423, Museum der schönen Künste in Budapest

Thomas, geboren als Sohn des Grafen Grafen Landulf von Aquino und der Donna Theodora, Gräfin von Teate - dem heutigen Chieti - aus der aus neapolitanischen Adelsfamilie der Caraccioli, kam mit fünf Jahren als Oblate - als gottgeweihtes Kind - zu den Benediktinern ins Kloster auf dem benachbarten Montecassino, wo sein Onkel Abt war, der ihn für eine große Karriere präparieren sollte. Mit 13 Jahren studierte Thomas an der neuen weltlichen Universität in Neapel - damals untergebracht im Kloster San Domenico Maggiore - Grammatik, Logik und Naturwissenschaften und lernte dabei den noch jungen Dominikanerorden kennen. Gegen den Willen der Eltern trat er 1244 in diesen Orden ein. Um ihn von dieser Entscheidung abzubringen, ließ seine Mutter ihn durch seine Brüder gefangen nehmen und hielt ihn über ein Jahr lang im familieneigenen Schloss in Monte San Giovanni Campano bei Frosinone in Arrest.

Thomas blieb unbeugsam. Die Familie beauftragte einer Überlieferung zufolge deshalb eine Frau von betörender Schönheit, um den hauseigenen Häftling endgültig von seinen Überzeugungen abzubringen und zu Sinnenfreuden zurückzuführen, doch selbst diese Methode schlug bei dem glaubensfesten und durch einen Engel gegürteten Thomas nicht an: er jagte die Dame mit einer brennenden Fackel in die Flucht. Mit Hilfe einiger verkleideter Ordensbrüder soll ihm schließlich die Flucht aus dem Familiengefängnis gelungen sein.

Gemälde: Thomas' inspiriertes Schreiben, Vatikanische Museen in Rom
Gemälde: Thomas' inspiriertes Schreiben, Vatikanische Museen in Rom

Nach seiner Befreiung im Herbst 1245 folgten weitere Studien in Bologna, von wo ihn der Ordensmagister der Dominikaner nach Paris zum Studium bei Albertus Magnus sandte; mit diesem ging er 1248 nach Köln, wurde dort dessen Assistent beim Aufbau des Studium generale am Dom und hielt erste Vorlesungen zu biblischen Themen. Mit philosophisch-theologischen Vorlesungen begann Thomas 1252 in Paris seine eigenverantwortliche Lehrtätigkeit. 1256 wurde er zum Magister der Theologie ernannt und 1257 - zugleich mit Johannes Bonaventura in den Magisterkreis aufgenommen.

Im Herbst 1259 kehrte Thomas nach Italien zurück, wo er dann im Kloster in Orvieto lebte; dort begann er an seiner Summa contra gentiles zu arbeiten, dem Lehrbuch gegen die (ungläubigen) Völker, in dem er sich tiefschürfend mit der arabischen Philosophie auseinandersetzte und ab 1261 als Lektor einfache Mönche unterrichtete. Im Auftrag von Papst >Urban IV. stellte er hier auch die Catena aurea, die goldene Kette zusammen, eine Sammlung von Kommentaren der Kirchenväter zu den Evangelium, die dann weite Verbreitung fand. 1265 wurde er nach Rom gerufen, um dort im Kloster an Santa Sabina das Studium für die Begabtesten der Studenten aufzubauen; zuvor hatte er die vorgesehene Berufung zum Erzbischof von Neapel abgelehnt. In Rom begann er sein bekanntestes Werk, die bis heute wegweisende Summa theologiae, das Lehrbuch der Theologie, und verfasste zahlreiche andere Schriften zu verschiedenen wirtschaftlichen, kanonischen und moralischen Fragen.

Die Arbeit daran setzte er ab 1268 wieder in Paris fort, wo er einen Lehrstuhl der Dominikaner übernahm. Hier hatte er Auseinandersetzungen mit konservativen Theologen, die ihm zu große Nähe zum griechischen Denken von Aristoteles vorhielten; er verteidigte sich auch mit seinen Kommentaren zu Aristoteles' Physik, Ethik und Metaphysik. Nach Aufenthalten in Bologna und Rom sowie der Teilnahme am Generalkapitel des Ordens im Kloster an San Marco in Florenz wurde Thomas 1272 wieder nach Neapel gerufen, um dort an San Domenico Maggiore ein Studium generale nach Kölner Vorbild einzurichten. Hier verfasste er den dritten, unvollendet gebliebenen Teil der Summa theologiae. 1273 lehrte er Theologie in Salerno an der berühmten Medizinschule von Salerno, der ersten und wichtigsten medizinische Einrichtung in Europa und Vorläuferin der Universitäten, angesiedelt im Portikus der Kathedrale.

Portikus der Kathedrale in Salerno
Portikus der Kathedrale in Salerno

Thomas war der wohl größte katholische Theologe aller Zeiten. Er bemühte sich in seinen Werken Glaube und Vernunft, Philosophie und Theologie zusammen zu bringen. Bis zu Thomas stand die Theologie unter dem Einfluss der von Plato beeinflussten Tradition des Augustinus; Thomas ließ sich vom wiederentdeckten Philosophen Aristoteles beeindrucken und versuchte, die christliche Lehre in seinen Denkkategorien auszudrücken. Thomas wurde so zum Meister der Scholastik, dem schulmäßigen und systematischen Ordnen der Lehre der Kirche in einem strengen System.

Themas war ein glasklarer Denker von höchster analytischer Intelligenz, zugleich aber auch ein frommer Beter und demütig Glaubender. Sonne, Stern und Edelstein, mit denen er dargestellt wird, symbolisieren sein Geisteslicht, mit der er die Kirche erleuchtete; die Taube aus seinem Mund oder ihm ins Ohr flüsternd symbolisiert seine Weisheit. Die Legende schreibt ihm einen kurzen Dialog unter einem Kreuz zu: Er habe die Stimme Jesu Christi gehört: Du hast gut von mir geschrieben; welchen Lohn verlangst Du? Darauf Thomas: Nur Dich allein, Herr. Alles, was ich geschrieben habe, kommt mir wie Spreu vor!

Andrea di Bonaiuto: Tod des Thomas Aquinas, um 1365 - 67 in der 'Spanischen Kapelle' Santa Maria Novella in Florenz
Andrea di Bonaiuto: Tod des Thomas Aquinas, um 1365 - 67 in der Spanischen Kapelle der Kirche Santa Maria Novella in Florenz. Thomas wird rechts und links von Tugenden begleitet; darunter 14 weibliche Gestalten, die die Fächer der Theologie und der freien Künste repräsentieren, zu ihren Füßen jeweils ein Vertreter dieser Kunst, so sitzt Pythagoras zu Füßen der Arithmetik, Euclid vor der Geometrie und Cicero vor der Rhetorik.

Für Thomas gibt es zwei Arten des Wissens: Das Wissen um die Grundlagen des Lebens, das von Gott kommt, und das Wissen über die weltlichen Dinge, das wir durch Anwendung unserer Vernunft erlangen. Glaube und Vernunft seien zwei unterschiedliche Zugänge, beide aber dienten dem Finden der einen Wahrheit.

Mit Anselm von Canterbury teilte er die Auffassung, die Existenz Gottes lasse sich auch mit den Mitteln der Vernunft aufweisen. Aber: Das Heil des Menschen erfordert, dass Gott ihm Wahrheiten eröffnet, die den Verstand übersteigen. Denn Anselms größte aller Vorstellungen sei so groß, dass sie meine Vorstellungskraft übersteigt, oder angesichts der Größe Gottes noch immer viel zu klein; mit menschlicher Vorstellungskraft sei Gott nicht zu fassen. Thomas bewies die Existenz Gottes vielmehr aus seiner Schöpfungskraft, er sei der unbewegte Beweger, der am Anfang aller Wirklichkeit und allen Seins stand. Auch dass Menschen ein Wissen über Gut und Böse haben, wurzelt in Gott. Seine berühmte Formel vom Magddienst der Philosophie sollte nicht Unterordnung der Philosophie, aber ihren Ertrag für die Theologie deutlich machen. Aufgabe des Menschen ist, mit Hilfe seiner Vernunft Gottes Willen zu erkennen und dann zu tun.

Mit seinem epochalen Werk legte Thomas die bis heute gültige Ausprägung katholischer Theologie; Seine Ehrentitel Doctor angelicus, engelgleicher Lehrer, Doctor sanctus, heiliger Lehrer, Doctor communis, Lehrer der Gemeinschaft und Doctor humanitatis, Lehrer der Menschlichkeit bezeugen die große Wertschätzung; 1879 wurden seine Lehren zur offiziellen Philosophie der katholischen Kirche erklärt. Thomas ließ sich aber auch ganz unbefangen ein auf weltliche Fragestellungen, Impulse anderer Kulturen und Religionen, Anfragen von Nicht-Glaubenden. Seine Kirche galt ihm als unfehlbare Führerin, dennoch blieb er auch ihr gegenüber vernunftgeleitet-kritisch: Die Autorität einer Kirchenführung allein genüge nicht, wichtig seien Argumente, Gründe, die Ergebnisse eines strengen und systematischen Denkens. Thomas hört zu, prüft, nimmt an und verwirft. Er ist ein neuer Denker, ein selbständiger Denker, urteilte Walter Dirks.

Drei der von Thomas getexteten Lieder finden sich im katholischen Gesangbuch Gotteslob: Pange lingua (GL 494), Lauda Sion salvatorem in der deutschen Übersetzung Lobe Zion, deinen Hirten (GL 545) und Adoro te devote in der deutschen Übersetzung Gottheit tief verborgen (GL 546).

Vittore Carpaccio: Thomas im Himmel zwischen Markus und Ludwig von Toulouse, 1507, Staatsgalerie in Stuttgart
Vittore Carpaccio: Thomas im Himmel zwischen Markus und Ludwig von Toulouse, 1507, in der Staatsgalerie in Stuttgart

Ab dem Nikolaustag 1273 - der Überlieferung nach auf Grund eines mystischen Erlebnisses - weigerte er sich, weiter zu schreiben: Alles, was ich geschrieben habe, erscheint mir wie Spreu, verglichen mit dem, was ich geschaut habe.

Auf dem Weg zum 2. Konzil von Lyon, wohin ihn der Papst als Berater geladen hatte, starb Thomas in der Zisterzienserabtei Fossanova nahe Priverno bei Rom; legendäre Gerüchte sprechen von Vergiftung. Er selbst hatte alle Würden immer abgelehnt, nach seinem Tod wurde er aber zum Bischof von Umbrien erklärt.

Thomas' Gebeine wurden am 28. Januar 1369 nach Toulouse überführt. Eine Armreliquie kam nach Paris, eine Armreliquie 1372 nach Neapel in die Kirche San Domenico Maggiore; schon 1288 hatte Thomas' Schwester Theodora Reliquien ins Dominikanerkloster nach San Severino Marche gebracht, diese kamen nach deren Tod ins damalige Kloster - heute Kloster der Congrega Maria SS. del Rosario e S. Giuseppe - nach Salerno.

Kanonisation: Thomas wurde am 18. Juli 1323 von Papst Johannes XXII. heiliggesprochen, 1567 zum Kirchenlehrer, 1880 zum Patron aller katholischen Hochschulen ernannt. Sein Werk und seine Ideen, der Thomismus, wurde 1879 durch Papst Leo XIII. in dessen Enzyklika Aeterni Patris offiziell zur Grundlage der katholischen akademischen Ausbildung erhoben; das 2. Vatikanische Konzil bestätigte diese Auffasung.
Attribute: Sonne, Stern, Edelstein, Taube, MonstranzEine Monstranz ist ein in der katholischen Kirche benütztes, meist kostbar mit Gold und Edelsteinen gestaltetes Schaustück, in dem eine geweihte Hostie gezeigt wird. Monstranzen gibt es seit dem 13. Jahrhundert, die Hostie in ihr wird verehrt und oft bei Prozessionen vorangetragen.
Patron von Kampanien, von Aquino und Neapel; der katholischen Wissenschaft und der katholischen Schulen und Hochschulen, der Theologen, Akademiker, Philosophen, Studenten, Buchhändler, Bleistiftfabrikanten, Bierbrauer; gegen Blitz, Unwetter und Sturm, für Keuschheit und Reinheit; der Diözese Sora - Cassino - Aquino - Pontecorvo

Worte des Heiligen

Für Thomas besitzt die menchliche Vernunft einen sehr hohen Stellenwert. Doch stößt sie auch an ihre Grenzen. So können wir über Gott können wir eher sagen, was er nicht ist, als was er ist (via negationis):
Denn die Substanz Gottes übersteigt jede Form, die unser Verstand erreicht, durch ihre Unermesslichkeit, und so können wir sie nicht begreifen, indem wir erkennen, was sie ist. Wir haben jedoch gewisse Erkenntnis von ihr, indem wir erkennen, was sie nicht ist. Und so nähern wir uns umso mehr der Kenntnis von ihm, je mehr wir durch unseren Verstand von ihm verneinen können.

Auch die Trinität Gottes entzieht sich dem menschlichen Begreifen:
Wer aber die Dreiheit der (göttlichen) Personen durch die natürliche Vernunft zu beweisen sucht, schadet dem Glauben in doppelter Weise:
Erstens in Bezug auf die Würde des Glaubens, welche darin liegt, dass er auf das Unsichtbare geht, welches die menschliche Vernunft übersteigt.
Zweitens in Bezug auf den (möglichen) Nutzen, andere für den Glauben zu gewinnen. Sobald man nämlich zum Beweis für den Glauben Gründe anführt, die nicht zwingend sind, fällt man dem Gespött der Ungläubigen anheim, sie meinen dann nämlich, dass wir uns auf derlei Gründe stützen und ihretwegen glauben.


Doch ist es auch möglich, sich bestimmten Glaubenswahrheiten mit der Vernunft zu nähern. Das gilt etwa für die Frage, warum Jesus Christus Leid und Tod auf sich genommen hat: Ein Mittel ist umso angemessener für ein zu erreichendes Ziel, je mehr Nutzen für das Ziel es hervorbringt. Dadurch aber, dass der Mensch gerade durch das Leiden Christi befreit worden ist, gibt es neben der Befreiung von der Sünde großen Nutzen:
1. Durch das Leiden Christi erfährt der Mensch, wie sehr Gott ihn liebt, und dies ist für ihn ein Ansporn, Gott zu lieben, und darin besteht die Vollendung des Heils für den Menschen. Daher sagt Paulus (Römerbrief 5, 8): Gott aber erweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns starb.
2. Durch das Leiden hat Christus uns ein Beispiel des Gehorsams, der Demut, der Standhaftigkeit, der Gerechtigkeit und der anderen für das Heil notwendigen Tugenden gegeben, wie Petrus (1. Petrusbrief 2, 21) sagt: Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt.
3. Christus hat durch sein Leiden den Menschen nicht nur von der Sünde befreit, sondern ihm ebenfalls die rechtfertigende Gnade und die Ehre der Glückseligkeit versprochen. …
4. Durch das Leiden Christi versteht der Mensch besser, dass er verpflichtet ist, sich vor jeder Sünde zu bewahren, gemäß 1. Korintherbrief 6, 20: Um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib.
5. Das Leiden Christi verleiht dem Menschen eine größere Würde. Der besiegte und durch den Teufel getäuschte Mensch musste ihn seinerseits besiegen; und wie der Mensch den Tod verdiente, musste er im Sterben den Tod besiegen. So sagt Paulus (1. Korintherbrief 15, 57): Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Wegen all dieser Gründe ist es angemessen, dass wir eher durch das Leiden Christi als durch den alleinigen Willen Gottes befreit wurden.


Einem jungen Mitbruder mit Namen Johannes erteilt Thomas lebensnahe Ratschläge für ein rechtes Studieren: Da du mich gefragt hast, mein lieber Bruder Johannes, wie du studieren musst, um den Schatz der Wissenschaften zu gewinnen, möchte ich dir folgenden Rat geben:
Wähle den Weg über die Bäche und stürze dich nicht gleich in das Meer! Man muss durch das Leichtere zum Schwierigen gelangen.
Das ist also meine Mahnung und Richtlinie für dich. Ich sage dir: Sei bedachtsam im Reden und gehe bedachtsam in ein Gespräch.
Erhalte dir die Reinheit des Gewissens.
Höre nicht auf zu beten.
Liebe deine Zelle, wenn du in den Weinkeller der Weisheit geführt werden möchtest.
Zeige dich liebenswürdig gegenüber allen.
Kümmere dich nicht um das Tun der anderen.
Sei mit keinem zu vertraulich; denn zu große Vertraulichkeit bringt Geringschätzung ein und schafft Gelegenheit, sich dem Studium zu entziehen.
Mische dich nicht in das Reden und Tun der Weltleute ein.
Meide Streitgespräche, was immer auch beredet wird.
Versäume nicht, den Spuren der Heiligen und der Guten zu folgen.
Beachte nicht, von wem du etwas hörst, sondern, wenn Gutes gesagt wird, merke es dir.
Was du liest oder hörst, bemühe dich zu verstehen. In Zweifeln verschaffe dir Gewissheit.
Wenn du etwas in der Schatzkammer deines Geistes verschließen kannst, dann bemühe dich, wie ein Dürstender die Gefäße zu füllen.
Suche nicht, was für dich zu hoch ist.
Wenn du diese Bahn einschlägst, wirst du lebendig bleiben und nützliche Frucht bringen im Weinberg des Herrn der Scharen, solange du lebst. Und wenn du das befolgst, wirst du erreichen können, was du begehrst.

Quellen: Thomas von Aquin: Summa contra gentiles I, 14. Zitiert nach: J.-P. Torrell: Magister Thomas - Leben und Werk des Thomas von Aquin. Herder, Freiburg 1995, S. 130
Summa theologica Ia q32 a. 1: Zitiert nach: ebda., S. 128
Summa theologica IIIa q46 a 3: Zitiert nach: ebda. S. 277.
Thomas von Aquin: Epistola exhortatoria de modo studendi ad Fratrem Joannem. Opuscula theologica, Bd. 1, Rom / Turin 1954, S. 451

zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

  Thomas' Summa theologiae gibt es in der Bibliothek der Kirchenväter der Université Fribourg auf Deutsch.

  Online zu lesen gibt es Das Seiende und das Wesen (De ente et essentia) bei der Bibliothek Zeno.org.

  Die Summa contra Gentiles gibt es im Web in englischer Übersetzung. Unser Link führt zur von Google erstellten Übersetzung ins Deutsche.

  Die Catena aurea ist in Auszügen auf Deutsch zugänglich in der Reihung der Leseordnung der katholischen Kirche, wobei zu den Evangelien der Sonn- und Festtage des Kirchenjahres jeweils eine Auswahl der in der Catena gebotenen Kommentierungen zusammengestellt wurde.

  weitere Schriften von Thomas gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.06.2022

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.glaubenszeugen.de/kalender/t/kalt054.htm
• Gregory Bergmann: Philosophie für die Badewanne. Kreuz Verlag, Stuttgart 2004
• http://www.roanoke.edu/staff/long/ReadingImages/ReadingIconB.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• C. S., Brief vom 22. Juni 2008
• Fabian Schäfer, E-Mail vom 12. August 2012
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://it.wikipedia.org/wiki/Tommaso_d%27Aquino

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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