|
|
Heinrich Zütphen war Prior der Augustiner in Dordrecht und hatte Kontakte zu Luther und Melanchthon. Er wurde als Nachfolger von == Jakobus Propst, der schon um 1519 reformatorisches Gedankengut verbreitet hatte und deshalb 1522 abgesetzt wurde, Prior des Michaelsklosters der Augustiner in Antwerpen und wandte sich nun öffentlich gegen einen Ablasshändler. Deshalb wurde auch er am Michaelstag 1522 verhaftet, aber von reformatorisch gesonnenen Bürgern befreit. Er konnte nach Bremen fliehen und wirkte hier ab Dezember 1522 als Prediger an der Ansgari-Kirche und zusammen mit Jakobus Propst an der Einführung der Reformation in der Hansestadt.
1524 wurde Zütphen nach Meldorf in Dithmarschen gerufen, um auch dort die Reformation voranzubringen. Die Dominikaner von Meldorf organisierten gemeinsam mit den Franziskanern von Lunden eine Volksmenge zum Aufstand gegen ihn. Er wurde durch aufgebrachte Bauern aus Hemmingstedt nach Heide verschleppt und dort ohne Gerichtsverfahren auf den Scheiterhaufen geworfen; nach mehreren vergeblichen Versuchen, den Scheiterhaufen anzuzünden - das Holz war im Winter klamm und feucht - wurden ihm von einem Schmied Kopf, Hände und Füße abgehakt und diese in einem neu entfachten Feuer verbrannt.
Die
mundartliche Gedichtsammlung Quickborn- Volksleben in plattdeutschen Gedichten
von Klaus Groth enthält ein Gedicht
auf Zütphen, zu finden im Projekt Gutenberg.
Granit-Obelisk auf dem nach Zütphen benannten Friedhof in Heide, 1825 zu seinen Ehren an der Stelle errichtet, an der er seinen Märtyrertod erlitten habe
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint. |
||||||||||||||||||||