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Ökumenisches Heiligenlexikon

Friedrich Spee

auch: von Langenfeld

Gedenktag katholisch: 7. August

Name bedeutet: der Friedensreiche (althochdt.)

Ordensmann, Priester
* 25. Februar 1591 in Kaiserswerth, heute Stadtteil von Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen
† 7. August 1635 in Trier in Rheinland-Pfalz


Martin Mendgen: Friedrich Spee, 1938, Städtisches Museum Simeonsstift/Stadtbibliothek in Trier
Martin Mendgen: Friedrich Spee, 1938, Städtisches Museum Simeonsstift / Stadtbibliothek in Trier

Friedrich Spee schloss sich dem Jesuitenorden an. Er lehrte Philosophie an den Universitäten Paderborn, Köln und Trier. Dann wurde er nach Peine gesandt, um im Zuge der Gegenreformation die protestantische Bevölkerung wieder zur römisch-katholischen Kirche zurückzubringen, was er erfolgreich tat.

In viel beachteten Schriften prangerte Friedrich Spee auch seine Kirche und die verbreiteten Hexenprozesse an. Seine Schrift Cautio criminalis, Vorsicht beim Urteilen, führte 1631 fast zum Ausschluss aus seinem Orden, schon zuvor war ihm die Lehrerlaubnis entzogen worden. Der zu ihm haltende Ordensprovinzial sandte ihn nun nach Trier, wo er eigentlich als Moraltheologie in der Lehre tätig werden sollte, aber zunächst Opfer des 30-jährigen Krieges zu versorgen hatte. Dabei erkrankte er während einer Epidemie und starb.

Spee gab mehrere Sammlungen geistlicher Lieder heraus und textete selbst viele Lieder, er ist noch heute im katholischen Gotteslob der häufigste Liedautor. Seine 1649 erschienene Liedsammlung Trutznachtigall war gedacht als katholische Antwort auf die Lieder von Martin Luther, der auch als Nachtigall von Wittenberg bezeichnet wurde. Viele der Gesänge von Spee, etwa das berühmte O Heiland, reiß den Himmel auf (GL 107) oder das Weihnachtslied Zu Bethlehem geboren (GL 140) werden auch von evangelischen Christen bis heute gern gesungen (EG 7 und 32).

1980 wurden Friedrich Spees Gebeine in der Jesuitenkirche in Trier entdeckt und in einem römischen Sarkophag neu bestattet.

Kanonisation: Die Einleitung eines Verfahrens zur Heiligsprechung ist bislang nicht gelungen.

  Leben und Wirken von Friedrich Spee stellt die schöne Internetsite des Lehrstuhls für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit der Theologischen Fakultät der Universität in Trier dar.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.friedrich-spee.de